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Flammen über Bosen

Bosen-Eckelhausen. An die 90.Helfer sind zurzeit noch an der Unglücksstelle in der Bostalstraße im Einsatz, wo am frühen Freitagmorgen ein Feuer ausgebrochen war. Kripo-Beamte ermitteln, wie es zu dem Unglück kam. Matthias Zimmermann

Freitag früh, Außentemperaturen um den Gefrierpunkt. Da müssen Menschen in aller Eile ihr Haus verlassen, ins Freie flüchten. Denn hohe Flammen schlagen aus dem Dachgeschoss, haben sogar schon auf die angrenzenden Gebäude übergegriffen.Die Feuerwehr wird um 7.25.Uhr wegen des Wohnhausbrands alarmiert, berichtet Nohfeldens Feuerwehrsprecher Daniel Gisch. Kurz darauf sind 90 Helfer an der Unglücksstelle in der Bostalstraße, wo Häuser eng an eng stehen. Die Wehr schickt Kollegen aus acht Nohfelder Löschbezirken und ordert die Drehleiter aus St..Wendel. Auch Helfer des Deutschen Roten Kreuzes.(DRK) sind an Ort und Stele.



Viel Glück haben die Bewohner des Hauses, wo das Feuer am meisten wütet und wo eine Eisdiele untergebracht ist: Sie kommen alle ohne Blessuren davon. Auch die Nachbarn, die aus ihren Wohnungen müssen, bleiben unverletzt. Im nahen Hotel Merker stellt der Besitzer Räume parat, um die Opfer erstmal aufzunehmen, sie aus der Kälte ins Warme zu holen. Dort warten Notfallseelsorger auf die Betroffenen, spenden ihnen Trost.

Im Laufe des Vormittags treffen Vertreter des Technischen Hilfswerkes.(THW) aus der Kreisstadt ein. Ein Baufachberater soll sich umschauen und dann einschätzen, ob die Häuser einsturzgefährdet sind. Zumindest das Gebäude mit dem Eiscafé ist nicht zu bewohnen, wie Feuerwehrsprecher Gisch bereits nach erstem Augenschein wertet.

Dessen Bewohner kommen wohl vorübergehend privat unter, meldet Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit.(CDU). Er war schon kurz nach der Feuerwehr ebenfalls am Unglücksort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. "Ich hatte die Sirenen gehört und wurde auch gleich übers Handy informiert." Dabei habe sich herausgestellt, dass Nachbarn anboten, die Familie aus dem Brandhaus vorläufig eine Bleibe zu bieten.

Zurzeit sind Experten der St..Wendeler Kriminalpolizei an der Einsatzstelle, um die Brandursache zu ermitteln. Die Löscharbeiten dauern ebenso noch an.

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