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Ein Sprachrohr der Bürger

Neunkirchen. Es wäre eine tolle Sache gewesen, wenn das Luftwaffen-Musikkorps eigens angereist wäre, um dem scheidenden Ortsvorsteher Erich Rau (Foto: SZ) ein Ständchen zum Abschied zu spielen Von SZ-Mitarbeiter Gerd Meiser

Neunkirchen. Es wäre eine tolle Sache gewesen, wenn das Luftwaffen-Musikkorps eigens angereist wäre, um dem scheidenden Ortsvorsteher Erich Rau (Foto: SZ) ein Ständchen zum Abschied zu spielen. Doch die "fliegenden Musik-Soldaten" waren "nur" zu einem Benefizkonzert im Bürgerhaus nach Neunkirchen angereist, wo am späten Nachmittag die letzte Sitzung des Ortsrates Innenstadt durchgeführt wurde. Ortsvorsteher Erich Rau und seine Kollegen im Ortsrat beließen es bei einem gemütlichen Beisammensein, zu dem der Ortsvorsteher eingeladen hatte. Zuvor hatte sich Erich Rau noch bei allen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit bedankt. "Es war wirklich ein schönes Miteinander", bestätigte nach seiner letzten Ortsratssitzung der Kommunalpolitiker im SZ-Gespräch. Erich Rau, Jahrgang 1942, war im Februar 2003 Ortsvorsteher geworden. Der gebürtige Neunkircher, Vater eines Sohnes und Großvater eines Enkels, will sich "ab jetzt seiner Frau widmen". Sie habe in den zwanzig Jahren seiner Ortsratstätigkeit und kommunalpolitischem Engagement (er ist seit 1975 Mitglied in der SPD) "oft zurückstehen müssen". Der Umgang mit älteren Menschen, für die er stets ein offenes Ohr hatte, war Erich Rau als Kommunalpolitiker wichtig. "Ich habe mich als Sprachrohr der Bevölkerung gegenüber der Verwaltung gesehen," versichert Erich Rau. Der scheidende Ortsvorsteher war Ortsvorsteher für rund 20 000 Bürger in Ober-, Mittel- und Unterstadt, Eschweiler Hof, Zoo, Heinitz und Sinnerthal. Auch wenn er sich nun mehr seiner Frau widmen will, so wird er sich auch Zeit nehmen, seinem geliebten Boulespiel zu frönen. Und was wünscht sich Erich Rau für die Zukunft dieser Stadt: "Eine Belebung der City und vor allem den Abbau von Arbeitslosigkeit, vor allem der Jugendarbeitslosigkeit."