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Dieter Ernst neuer Beigeordneter

Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld (l.) gratuliert seinem künftigen Stellvertreter Dieter Ernst zur Wahl. Foto: Rolf Ruppenthal
Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld (l.) gratuliert seinem künftigen Stellvertreter Dieter Ernst zur Wahl. Foto: Rolf Ruppenthal FOTO: Rolf Ruppenthal
Merzig. Dieter Ernst wird neuer hauptamtlicher Beigeordneter der Stadt Merzig (die SZ berichtete). Der Stadtrat wählte den Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion am Montagabend zum künftigen hauptamtlichen Stellvertreter von Verwaltungschef Marcus Hoffeld (CDU). Der 59 Jahre alte Ernst tritt die Nachfolge von Bürgermeister Fredi Horf (CDU) an, der zum 31. März in den Ruhestand tritt. Von SZ-RedakteurChristian Beckinger

Dieter Ernst, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Merziger Stadtrat, wird neuer Beigeordneter in Merzig. Mit seiner Wahl am Montag beendete der Stadtrat eine kommunalpolitische Hängepartei. Ursprünglich sollte die Wahl bereits im Dezember über die Bühne gehen. Doch dann hatten Verwaltung und Ratsmehrheit beschlossen, die Abstimmung abzusetzen und die Stelle neu auszuschreiben. Es hatte Beschwerden über den kurzen Bewerbungszeitraum von knapp 14 Tagen gegeben, der in der ersten Ausschreibung vorgegeben worden war. Nachdem das neuerliche Bewerbungsverfahren abgeschlossen war, standen am Montag vier Kandidaten zur Wahl. Neben Dieter Ernst hatten sich beworben: Oliver Klein (48) aus Primasens; Lorenza Reinzbach (26) aus Merzig und Markus Schaffrath (55) aus Saarbrücken.

Die Abstimmung im Rat war dann eindeutig. Von 34 abgegebenen Stimmen entfielen 30 auf Ernst, je eine auf Lorenza Reinzbach und Oliver Schaffrath, zwei Stimmzettel waren ungültig. Weder die Fraktion der Grünen noch die Linkspartei nahmen an der Abstimmung teil. Für die Linke erneuerte Dieter Heinrich die Forderung, auf einen hauptamtlichen Stellvertreter für den Verwaltungschef zu verzichten. "Wenn das Geld nicht mehr reicht, muss man Kosten sparen", begründete Heinrich seine Position. Ähnlich äußerte sich Klaus Borger für die Grünen: Nachdem ihr Antrag, auf die Wiederbesetzung der Stelle zu verzichten, von der Ratsmehrheit aus CDU und SPD abgelehnt worden sei, hätten die Grünen eine Änderung der Ausschreibung angestrebt mit dem Ziel, "dass nur eine Fachkraft für Bau- und Umweltfragen für diese Stelle infrage kommt". Denn formell sei der hauptamtliche Beigeordnete Leiter des städtischen Bau- und Umweltdezernates. Auch diese Forderung sei von der großen Koalition im Rat abgelehnt worden. "Aus Respekt vor dem Amt und den Bewerbern" nähmen die Grünen daher nicht an der Wahl teil, so Borger. Auch Bernhard Morbe (Freie Wähler), der im vergangenen Jahr als Bürgermeisterkandidat für Merzig angetreten war, stimmte nicht mit. "Die Gründe hierfür habe ich im Bürgermeister-Wahlkampf erläutert", so Morbe.

Nach seiner Wahl sprach Dieter Ernst dennoch von einem "überwältigenden Vertrauensbeweis", erklärte aber auch seinen ausdrücklichen Respekt vor denen, die nicht mit abgestimmt hatten. Er biete allen eine konstruktive Zusammenarbeit an, sagte der zukünftige Beigeordnete, der sein Amt am 1. Juni antreten wird. Und bekannte: "Es ist jetzt schon ein bisschen Druck weg." Gegenüber der SZ sprach Ernst von einer wichtigen persönlichen Weichenstellung und einer neuen Herausforderung, auf die er sich freue. Trotz der Verweigerung einiger Ratsmitglieder gebe es keine persönlichen Animositäten, versicherte der neue Beigeordnete. Seine Amtszeit dauert bis 2024. Auch wenn der Merziger Bürgermeister Fredi Horf am 31. März aus dem Amt scheiden wird, wird er doch bei der Kommunalwahl am 25. Mai als besonderer stellvertretender Wahlleiter und damit als Vertreter von Bürgermeister Hoffeld am Wahltag fungieren. Der Stadtrat bestimmte Horf mit 39 Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen sowie einer ungültige Stimme in diese Position. Diese Wahl war notwendig geworden wegen einer zeitlichen Lücke zwischen dem Ausscheiden Horfs aus dem Bürgermeister-Posten und dem Amtsantritt seines Nachfolgers Dieter Ernst: Dieser wird nämlich erst zum 1. Juni Stellvertreter des Verwaltungschefs - also nach der Wahl. Auch die ehrenamtlichen Beigeordneten Manfred Kost (CDU), Mathias Görgen (CDU) und Rosi Gruhn (SPD) können die Position des besonderen stellvertretenden Wahlleiters nicht übernehmen. Denn sie kandidieren bei der Kommunalwahl alle wieder für einen Sitz im Stadtrat.