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Rallye
Auftakt am See, Finale in den Weinbergen

FOTO: ADAC / Karsten HuberUrexweiler
München/ST. Wendel. Der ADAC hat gestern die Streckenführung für den deutschen Lauf zur Rallye-WM vorgestellt und verspricht „geballte Action“. red

Lange hatte der ADAC Saarland daran gearbeitet, nun steht die Streckenführung der Deutschland-Rallye (22. bis 25. August) fest. Das teilte der ADAC gestern in München mit.


Erste Pläne, die Auftaktprüfung sowie das Finale entlang des malerischen Hofgutes Imsbach bei Tholey zu führen, musste der ADAC begraben. Die Naturlandstiftung Saar erhob Einwände (wir berichteten). In ihrem Besitz sind nicht nur die historischen Gebäude des Hofguts Imsbach bei Theley, sondern auch die Flächen drumherum.

Nun aber steht der Streckenplan: Im Saarland und den umliegenden Regionen Mosel und Hunsrück absolvieren die Rallye-Piloten insgesamt 19 Wertungsprüfungen (WP) – und damit eine mehr als im vergangenen Jahr. „Besucher und Teilnehmer dürfen sich auf viele spannende Neuerungen freuen“, verspricht der ADAC als Veranstalter.



Bereits der Auftakt ist ein Novum: Die offizielle Startzeremonie des deutschen WM-Laufs wird am Donnerstag, 22. August, erstmals im Servicepark am Bostalsee stattfinden. „Dank seiner zentralen Lage bietet der Servicepark ideale Voraussetzungen, um auf kurzen Wegen zu allen Schauplätzen der Rallye zu gelangen“, so der ADAC.

Im Anschluss an die Eröffnungsfeier und in direkter Nachbarschaft zum Servicepark findet der sportliche Auftakt der Rallye statt: Als neue erste Wertungsprüfung gibt die WP „St. Wendeler Land“ am Donnerstagabend einen Vorgeschmack auf die Action der nächsten Tage. Schon am Vormittag bereiten sich die Teilnehmer auf der Wertungsprüfung beim Shakedown auf die Rallye vor.

Am Freitag stehen dann insgesamt sechs Wertungsprüfungen im vorläufigen Streckenplan der Rallye. Traditionsgemäß bilden die Weinberge der Moselregion den Schwerpunkt am Freitag. Jeweils zweimal stehen die WP „Stein und Wein“ sowie „Mittelmosel“ auf dem Programm. Zudem wird der Rundkurs „Wadern-Weiskirchen“ zweimal absolviert.

Der Rallye-Samstag erhält eine komplett neue Struktur. „Damit die Fans auf kurzen Wegen und mit geringem Transferaufwand noch mehr Action erleben können“, sagt der ADAC. Am Vormittag treten die Rallye-Teams jeweils zweimal bei den WP „Freisen“ und „Römerstraße“ an. Nach dem Mittagsservice am Bostalsee ist dann auf dem Truppenübungsplatz Baumholder spektakuläre Action angesagt. Neben der zweimal zu absolvierenden, rund zehn Kilometer langen WP „Arena Panzerplatte“ geht es natürlich auch zweimal über die legendären „Königsprüfung“ mit ihrer Marathondistanz.

Die Entscheidung über den Rallye-Sieg fällt dann an der Mosel – so viel ist klar, denn an ihrem Finaltag kehrt die Rallye Deutschland zurück in die Weinberge. Eine XXL-Herausforderung bilden dabei die beiden Durchgänge der knapp 30 Kilometern langen WP „Grafschaft“. Nach 2016 wieder im Programm ist zudem die WP „Dhrontal“ mit ihrer legendären Zuschauerzone „Galeria Dhron“. Der zweite Durchgang der populären Weinberg-Prüfung wird zur neuen Powerstage, bei der es für die Fahrer um wertvolle Sonderpunkte für die Rallye-Weltmeisterschaft geht. Im Anschluss kehrt der gesamte Rallye-Tross zurück zum Servicepark an den Bostalsee, wo die Siegerehrung stattfinden wird.

Tickets für die Deutschland-Rallye gibt es unter www.adac.de/rallye-deutschland. Für ADAC-Mitglieder kostet der Rallye-Pass im Vorverkauf 65 Euro, für Nicht-Mitglieder 70 Euro. Die Tagestickets (Donnerstag, Freitag, Samstag oder Sonntag) sind ab 25 Euro ausschließlich im Vorverkauf erhältlich.