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Fußball-Verbandsliga
Holz brennt aufs Derby gegen Hasborn

Thomas Holz lebt in Hasborn und lief 15 Jahre für den Verein auf. Nun spielt er erstmals gegen ihn.
Thomas Holz lebt in Hasborn und lief 15 Jahre für den Verein auf. Nun spielt er erstmals gegen ihn. FOTO: Fabian Arend
Bosen. Fußball-Verbandsliga: Die SG Bostalsee empfängt den Ex-Verein des Spielertrainers. Von Frank Faber

Thomas Holz hat eine ganze Ära beim SV Hasborn entscheidend mitgeprägt. Er absolvierte rund 150 Oberligapartien für den Verein und spielte 2007 auch beim DFB-Pokalspiel gegen Hansa Rostock (0:8) für den Verein. Nach 15 Jahren im Trikot der Rot-Weißen hat er sich 2017 im Waldstadion verabschiedet und als Spielertrainer bei der SG Bostalsee angeheuert. An diesem Samstag, 15.30 Uhr, trifft der 33-Jährige nun im Derby der Fußball-Verbandsliga erstmals in einem Pflichtspiel auf seinen ehemaligen Verein.


 „Ich bin mittlerweile Hasborner, gehe jeden Tag durchs Dorf, da ist so ein Spiel schon etwas ganz Besonderes“, meint der aus Primstal stammende Holz. Auch heute noch verpasst er kaum ein Spiel im Waldstadion, trifft dort auf dem Hügel ehemalige Weggefährten aus Oberligazeiten und unterhält sich nach dem Abpfiff mit den aktuellen Kickern des Tabellenführers. „Mit Mischa Theobald bin ich befreundet, mit Steffen Hoffmann, Nicolas Küss oder Michael Rauber habe ich noch zusammengespielt“, sagt Holz. Und ganz zu schweigen von Betreuer-Dauerbrenner Werner Besch, der noch heute dem Verlust des Mittelfeldspielers nachtrauert.

 Nun aber muss Holz mit Neuling und Schlusslicht Bostalsee gegen den Spitzenreiter ran. „Das wird für uns ganz schwierig. Nur mit einer Topleistung haben wir eine Chance“, weiß der Spielertrainer.



Die Hoffnung auf den vierten Saisonpunkt hat ein unglückliches Eigentor von Holz bei der jüngsten 0:1-Auswärtsniederlage in der Nachspielzeit zunichte gemacht. „Für die Moral war das nicht überragend. Der Trainer hat die Sch. . . am Fuß, aber er baut uns wieder auf“, blickt der 22-jährige Offensivspieler Philip Schäfer dennoch positiv nach vorne.

Die Situation als Schlusslicht ist für die SG nicht leicht. Richtig angekommen ist der Aufsteiger in der Verbandsliga noch nicht, nur ein Sieg hat die SG bislang einfahren können. In der jungen Mannschaft sei aber niemand, so Holz, der in der jetzigen Situation den Kopf hängen lasse. „Die Euphorie nach dem Aufstieg ist zwar etwas verflogen, aber jedem war ja bewusst, dass es für uns in der Verbandsliga schwer werden würde“, erklärt der Trainer.

Weh tun ihm momentan die verletzungsbedingten Ausfälle der Abwehrspieler Luca Backes (22) und Maximilian Diehl (25). „Hasborn kommt da mit dem Paradesturm Lukas Biehl, Steffen Hoffmann und Steffen Lenhardt – so viel Qualität hat sonst nur noch Lebach zu bieten“, stellt Holz fest. Dennoch will er mit seinem Team den hohen Favoriten Hasborn ärgern. „Wenn wir keine eigenen Fehler bauen, dann sind wir dazu in der Lage“, sagt Holz. Vorne soll mit Neuzugang Donald Bokumabi, ein weiterer Ex-Hasborner die Defensive des Tabellenführers beschäftigen. „Er wird uns weiterhelfen“, ist Holz überzeugt.