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Weihnachtsmarkt
Der Nikolaus brachte kleine Geschenke

Die Kinder konnten es beim Neunkircher Weihnachtsmarkt kaum erwarten, dass der Nikolaus ihnen Geschenke brachte.
Die Kinder konnten es beim Neunkircher Weihnachtsmarkt kaum erwarten, dass der Nikolaus ihnen Geschenke brachte. FOTO: Eva Backes
Neunkirchen/Nahe. Beim Weihnachtsmarkt im Bürgerhaus Neunkirchen-Nahe gab es an liebevoll geschmückten Ständen Kulinarisches und Handarbeiten.

Erwartungsvoll greift die kleine Leni Schmitt in einen großen Jutesack und zieht Gummibärchen heraus. Stolz flitzt sie damit zu ihren Eltern Andreas und Andrea Schmitt. „Sie findet es toll“, sagt Andrea Schmitt und lacht, während auch ihre beiden anderen Kinder Lara und Lea  auf ihr Geschenk warten. „Der Besuch des Nikolaus ist immer ein Highlight“, beschreibt Ortsbeauftragter Oliver Frewert den Weihnachtsmarkt des Malteser-Hilfsdienstes Neunkirchen-Nahe im Bürgerhaus, der bereits zum 30. Mal stattfindet.


An sechs geschmückten Ständen finden die Besucher dabei nicht nur allerlei Kulinarisches, sondern auch Handarbeit. Detlef Wilhelm hat sich Holzkunstwerken verschrieben. „Manchmal sitze ich dafür tagelang in der Werkstatt“, erklärt der 54-Jährige und lacht, während er Holzengel mit Metallflügeln präsentiert. „Ich stelle die Figuren teilweise auch aus Treibholz her, dass ich aus dem Urlaub mitbringe“, so der Künstler. Das Handwerk sei für ihn ein toller Ausgleich zu seiner beruflichen Tätigkeit bei der Caritas. „Es macht einfach Spaß“, sagt der Neunkirchener. Dem stimmt auch Christiane Kripfgans zu, die Papierkunst herstellt. „Papier ist mein Element und ich mag es, Sachen eine eigene Note zu verleihen“, erklärt sie, während sie stolz Karten und Boxen hochhält. Nebenan duftet es nach Kaffee und Kuchen, und die Jugend des Malteser Hilfsdienstes Neunkirchen/Nahe singt ein Weihnachtslied. Am Tombolastand drängen sich Besucher. An zahlreichen Tischen wird geplaudert und gelacht. „Uns ist sehr wichtig, dass wir auch die älteren Leute miteinbeziehen. Viele können nicht mehr lange stehen oder wollen nicht wie bei anderen Weihnachtsmärkten draußen in der Kälte frieren. Auch für Rollstuhlfahrer wird es normalweise oft problematisch. Daher haben wir uns entschieden, unseren Markt hier im Bürgerhaussaal zu veranstalten“, erklärt Frewert.

Dabei stehe und falle das gesamte Konzept mit seinen Helfern. „Wir sind stolz, dass wir so viele Engagierte hier haben“, sagt Frewert. Die Arbeit für den Markt beginne schon Monate zuvor. „Wir haben beispielsweise die Stände bei uns eingelagert und müssen schauen, dass alles noch in Ordnung ist oder müssen uns Ideen überlegen, wie wir sie am schönsten schmücken können“. Er sei begeistert, welchen Elan alle Helfer haben. Mit Herzblut ist auch Alois Wilhelm dabei, der in die Rolle des Nikolaus schlüpft. „Ich mache das sehr gerne. Ich lese immer zuerst ein Gedicht vor, bevor die Kinder sich dann aus einer Kiste oder aus einem Sack die Geschenke aussuchen können“, sagt Wilhelm. Sein Kostüm ist sogar selbst genäht. „Er geht da einfach richtig drin auf“, lobt ihn auch der Kreisbeauftragte Reiner Schohl. Nächstes Jahr sei er bestimmt auch wieder mit dabei.