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Brücken-Prüfungen laufen noch

Kirkel. Für den Kirkeler Bürgermeister Frank John wäre eine schnelle Lösung für die einsturzgefährdete Brücke Richtung Friedhof/Gewerbegebiet wünschenswert. In dieser Woche sollen die Prüf-Ergebnisse der Widerlager kommen. Zurzeit ist man auf der Suche nach Fördergeldern. Von SZ-RedakteurRalph Schäfer

In dieser Woche soll es weitere gutachterliche Erkenntnisse geben, wie es mit der wegen Einsturzugefahr gesperrten Brücke Richtung Friedhof/Gewerbegebiet (wir berichteten) in Kirkel weitergeht. "Wir haben im Januar drei Prüfungen auf den Weg gebracht", erläuterte Bürgermeister Frank John gestern im Gespräch mit der SZ. Zum einen war die Frage zu klären, ob beim Bau der Brücke ein bestimmter Spannstahl verwendet wurde, der nicht unbedingt dafür geeignet war. "Das Ergebnis der Prüfung steht fest, der nicht so sattelfeste Stahl wurde tatsächlich verwendet", so John. Ein weiterer Knackpunkt sind die so genannten Widerlager, also die Bereiche auf beiden Seiten, auf denen die Brücke aufliegt. Hierbei handelt es sich um die ältesten Teile des Bauwerks, sie stammen aus dem Jahr 1901. "Dort wurden Kernbohrungen vorgenommen, um festzustellen, wie fest das Ganze noch ist. Das Ergebnis dieser Prüfung steht noch aus. Ich denke, dass wir die Resultate in dieser Woche bekommen werden."

Die dritte eingeleitete Maßnahme bedingt den Abschluss der beiden ersten: "Wir haben Anfang des Jahres einen vom Eisenbahnbundesamt zugelassenen Gutachter beauftragt. Der braucht, um den Zustand der Brücke zu beurteilen, natürlich die beiden anderen Gutachten." Im momentanen Stadium lassen sich laut John noch keine Kosten abschätzen. ,,Wir sind aber zurzeit dabei, abzuklopfen, wo mögliche Fördermittel für das Projekt neue Brücke herkommen könnten", sagte der Kirkeler Bürgermeister, der als mögliche Töpfe Städtebauförderung oder Bedarfszuweisungen nannte. "Vielleicht muss sich ja auch die Bahn beteiligen." Die bisherigen Gespräche mit der Bahn in Sachen Brücke bezeichnete John übrigens als "sehr konstruktiv".

Die Gemeinde Kirkel ist schon im eigenen Interesse stark an einer zügigen Lösung, die wohl Abriss und neue Brücke bedeuten wird, interessiert. Gleichwohl bleibt es schwierig, eine verlässliche Zeitachse ins Auge zu fassen. "Wir wollen möglichst schnell die Brücke runterheben. Die Fachleute sagen, man werde das in drei Stücken tun. Das wäre ziemlich schnell möglich. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn wir eine komplette Lösung in diesem Jahr hinbekämen", hofft John. Schließlich müssten die Bürgerinnen und Bürger jetzt einen großen Umweg von bis zu vier Kilometern in Kauf nehmen, um etwa zum Friedhof zu gelangen. "Und außerdem liegt dahinter noch ein Gewerbegebiet, für das nur eine Zufahrt einfach zu wenig ist."

Der Kirkeler Bürgermeister kündigte an, in der Sitzung des Ortsrates am morgigen Mittwoch, 5. Februar, auch über das Thema Brückenabriss zu informieren. Vielleicht gebe es ja bis dahin schon neue gutachterliche Erkenntnisse.

"Wir werden in letzter Zeit oft gefragt, wieso wir die Brücke gesperrt haben, die Bahn aber weiter unter ihr durch fährt", erzählt John. Dazu könne er nur sagen, das sei allein eine Entscheidung der Bahn. "Damit haben wir nichts zu tun. Die Bahn hat gesagt, die Brücke zu sperren sei als Sicherheitsmaßnahme ausreichend."