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Inno-Truck
Besuch vom rollenden Innovations-Botschafter

Neueste High-Tech-Exponate konnten die Gemeinschaftschüler aus Türkismühle im Inno-Truck bewundern. Dabei wurde auch ein kleines Elektro-Auto konstruiert.
Neueste High-Tech-Exponate konnten die Gemeinschaftschüler aus Türkismühle im Inno-Truck bewundern. Dabei wurde auch ein kleines Elektro-Auto konstruiert. FOTO: Frank Faber
Türkismühle. Technik und Ideen für Morgen präsentierte der Inno-Truck Schülern in Türkismühle. Im Truck gab es zudem spannende Experimente. Von Frank Faber

Zwei Tage parkte ein poppig aufgemotzter Lastwagen mit Anhänger auf dem Gelände der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle. Der sogenannte Inno-Truck hat kein Equipment für ein Rockkonzert geladen, sondern ist bis unters Dach mit den neuesten High-Tech-Exponaten aus den Bereichen Technik und Wirtschaft vollgepackt. Die Achtklässler aus dem technischen Bereich der Gemeinschaftsschule wussten nach dem Betreten der mobilen zweistöckigen Erlebnisausstellung nicht, wo sie zuerst hinschauen wollten. Hier ein kollaborativer Zweiarm-Roboter, da ein Rasterelektronenmikroskop. „Ja, wir bewegen uns in der vierten industriellen Revolution“, verkündete die wissenschaftliche Inno-Truck-Mitarbeiterin Eva Zolnhofer. Nach der Erfindung der Dampfmaschine, dem Fließband, der Digitalisierung, so die Chemikerin, sei man mittlerweile bei der Vernetzung der Digitalisierung angekommen.


Zolnhofer und Kollege Dominik Klinkenbuß führten mit den Schülern ein Experimentier-Workshop zur Elektromobilität durch. Ein kleines Auto wurde zusammengebaut und mittels einer Elektrolyse von Wasser wurde das fertige Brennstoffzellenauto zum Fahren gebracht. Interaktiv konnten sich die Schüler selbstständig zu zentralen Themen wie „Digitale Wirtschaft und Gesellschaft“, „Nachhaltiges Wirtschaften und Energie“, „Innovative Arbeitswelten“, „Gesundes Leben“, „Intelligente Mobilität“ und „Zivile Sicherheit“ multimedial informieren.

Im Obergeschoss des Trucks setzte sich Steven in der Virtual-Reality-Lounge die VR-Brille auf und konnte das Innere einer pflanzliche Zelle erkunden. „Das war schon richtig geil“, meinte der Achtklässler. Allgemein habe die High-Tech-Ausstattung beeindruckt. Brian ist Mitglied in der Bierfelder Jugendfeuerwehr. Er entdeckte ein Exponat, das Projekt „Sens Pro Cloth“, was ihn besonders interessierte. Dabei geht um intelligente Schutzkleidung für Einsatz- und Rettungskräfte.



Ein Beispiel für den besonderen

Sinn dahinter. Verliert ein Feuerwehrmann in verrauchten oder verwinkelten Gebäuden die Orientierung, kann er kaum gefunden werden. Im Projekt „Sens Pro Cloth“ wird deswegen intelligente Schutzkleidung entwickelt, die nicht nur die Vitalfunktionen der Rettungskräfte, sondern auch die Umgebungsbedingungen und Ereignisse wie einen Sturz erfasst. Gleichzeitig versendet die Kleidung Ortungssignale und Daten. „Das ist schon klasse“, sagte Schüler Brian.

Als rollender Innovations-Botschafter will die Initiative Inno-Truck zeigen, warum die Forschung und Wissenschaft für die Zukunft wichtig sind. „Wir haben die Schülergruppen für den Besuch des Trucks nicht bewusst ausgewählt, auch Fünftklässler sollten einfach mal nur schnuppern“, erklärte Lehrer Jörg Friedrich. Absolut gelohnt habe sich der Truck-Besuch für die Schüler, die den Bereich Physik/Chemie gewählt hätten, weil sie wissen, wo sie hin wollen. „Es waren Schüler dabei, die gesagt haben, das war nix für mich“, berichtete Lehrer Friedrich. Neben den angemeldeten Schulklassen bestand beim Tour-Stopp des Inno-Trucks in Türkismühle auch für die Eltern der Kinder wie Forschernaturen die Möglichkeit, sich im Ausstellungsfahrzeug umzusehen.