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Fußball
„Bei uns ist momentan der Akku leer“

Sascha Freytag feuert seine Mannschaft an. „Wir haben besser abgeschnitten als erwartet“, sagt Nohfeldens Trainer zum Saisonverlauf – auch wenn sein Team in den vergangenen Wochen von Platz zwei auf Rang fünf zurückfiel.
Sascha Freytag feuert seine Mannschaft an. „Wir haben besser abgeschnitten als erwartet“, sagt Nohfeldens Trainer zum Saisonverlauf – auch wenn sein Team in den vergangenen Wochen von Platz zwei auf Rang fünf zurückfiel. FOTO: Mischa / Michael Schanding
Nohfelden. Das letzte Spiel vor der Winterpause ist noch einmal ein heißes Derby. In der Landesliga trifft der TuS Nohfelden auf die SG Neunkirchen-Selbach. Der TuS verlor zuletzt etwas an Boden, der Lokalrivale ist dagegen gewaltig auf dem Vormarsch – und möchte eine Revanche. Von Philipp Semmler

Für Landesliga-Aufsteiger TuS Nohfelden verlief die aktuelle Saison bislang hervorragend. Vor dem letzten Spiel des Jahres an diesem Samstag um 16 Uhr (in Wolfersweiler) gegen den Lokalrivalen SG Neunkirchen-Selbach liegt die Mannschaft auf Rang fünf der Tabelle. „Mit der Punkteausbeute und den gezeigten Leistungen sind wir sehr zufrieden. Wir haben besser abgeschnitten als erwartet“, erklärt TuS-Trainer Sascha Freytag.


Noch vor drei Wochen lag der Turn- und Sportverein sogar nur einen Punkt hinter Spitzenreiter SG Saubach, doch mittlerweile ist dieser Rückstand auf sieben Zähler angewachsen – weil Nohfelden seine letzten beiden Begegnungen verlor. „Der Akku ist bei uns momentan etwas leer“, gibt Freytag zu. „Wir haben viele Studenten im Team. Die konnten wegen ihres Studiums zuletzt oft nur freitags trainieren, das macht sich jetzt halt bemerkbar. Zudem ist unser Kader zwar von der Qualität her gut, aber von der Quantität her könnte er größer sein.“

Trotz des guten sportlichen Abschneidens haben Trainer Freytag und sein Co-Trainer Fabian Scholler ihre Verträge beim TuS noch nicht für die kommende Runde verlängert. Bis dies geschieht, scheint es allerdings nur noch eine Frage der Zeit. „Eine Unterschrift gibt es zwar noch nicht, aber wir sind in sehr guten Gesprächen“, berichtet Freytag.



Der kommende Gegner Neunkirchen-Selbach kann dagegen in Sachen Vertragsverlängerung mit dem Trainer schon Vollzug melden. Übungsleiter Georg Müller hat beim Tabellenzweiten bereits für die Spielzeit 2018/19 unterschrieben. „Wir haben ein junges Team und ein sehr engagiertes Umfeld. Zudem kann ich hier in Ruhe arbeiten“, nennt der 45-Jährige die ausschlaggebenden Gründe. Müller kam im Sommer 2016 von Saarlandligist SV Hasborn zu dem Landesligisten.

Nach einem holprigen Saison-Start hat sich seine SG in den vergangenen Wochen Stück für Stück der Tabellenspitze genährt. Acht Siege in Folge feierte die Müller-Elf von Anfang Oktober bis zum jetzigen Zeitpunkt. Dadurch kletterte die Spielgemeinschaft von Rang acht bis auf den zweiten Platz. „Jeder meiner Spieler hat noch einmal eine Schippe draufgelegt. Dass wir so schnell nach oben gekommen sind, ist natürlich toll“, freut sich Müller.

Mit einem Derby-Sieg gegen Nohfelden könnte die SG sogar an der Tabellenspitze überwintern. Denn Ligaprimus SG Saubach (den die SG in ihrer letzten Begegnung mit 2:1 bezwang) hat zwar derzeit zwei Punkte mehr, ist aber spielfrei, da Saubach seine Partie gegen den FC Uchtelfangen (2:1) bereits am 25. November ausgetragen hatte.

Das Hinspiel-Derby gewann allerdings Nohfelden in Neunkirchen mit 4:3. Für den TuS war es ein Schlüsselspiel für den weiteren Saisonverlauf: „Dieser Sieg beim Titelkandidaten war für unsere Moral Gold wert“, sagt Freytag. Denn dadurch sah der Aufsteiger frühzeitig, dass er auch in der Landesliga stark genug für faust- 
dicke Überraschungen ist.