| 00:00 Uhr

Als aus zwei Orten ein Morscholz wurde

Ortsvorsteher Markus Wollscheid (links) und Bürgermeister Fredi Dewald enthüllen den Gedenkstein. Foto: Erich Brücker
Ortsvorsteher Markus Wollscheid (links) und Bürgermeister Fredi Dewald enthüllen den Gedenkstein. Foto: Erich Brücker FOTO: Erich Brücker
Morscholz. Der Gedenkstein ebenso wie die Plakette, die Ruhebänke sowie das schön gestaltete Umfeld sind Teil der Bürgerprojekte für Morscholz, die vom Umweltministerium bezuschusst wurden. Viele Einwohner legten bei der Umsetzung mit Hand an. Von SZ-MitarbeiterErich Brücker

Der Waderner Stadtteil Morscholz hat neben dem Neubau der Brücke eine weitere Aufwertung erhalten. Mitten im Ort an der Brücke, die über den Wahnbach führt und beide Ortsteile verbindet, ist in Erinnerung an die Vereinigung von Obermorscholz und Untermorscholz zum Ort Morscholz ein Findling aufgestellt worden.

Plakette zur Erinnerung

Eine daran befestigte Bronzeplakette erinnert mit ihrer Inschrift an diese Vereinigung, die zum 1. Oktober 1937 erfolgt war. Abgerundet wird der Platz mit zwei Ruhebänken und ordentlich hergerichteter Zuwegung. "Findling, Bronzeplakette, Ruhebänke sowie Umfeld sind ein Teil der Bürgerprojekte für Morscholz, die vom Umweltministerium bezuschusst wurden. In über 190 Arbeitsstunden haben Bürger freiwillig durch enorme Eigenleistung diese Projekte verwirklicht", lobte und dankte Ortsvorsteher Markus Wollscheid im Beisein einiger Bürger sowie Ortsratsmitglieder bei der offiziellen Enthüllung der Plakette allen, die an diesem Projekt mitgewirkt hatten.

Dank an Beteiligte

Hier nannte Wollscheid vornehmlich Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Bürgermeister Fredi Dewald mit Stadtrat, Verwaltung und Bauhof sowie den Ortsrat und einige engagierte Bürger. Besonderer Dank ging an Heimatforscher Friedrich Ebert (Wadern), der bereits 1986 den damaligen Ortsvorsteher Josef Lauer in einem Schreiben auf den damals anstehenden 50. Jahrestag der Vereinigung beider Ortsteile hingewiesen hatte. Immerhin knapp 30 Jahre sollte es dauern, bis Eberts jetzt endlich verwirklicht wurde.

Ortswappen als Schmuck

Auf Vorschlag von Ebert wurden Text und Gestaltung mit Ortswappen vorgenommen. Nicht so lange dauerte die Vereinigung der Orte durch den Trierer Regierungspräsidenten, der im Juni 1937 an den Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Koblenz schrieb, er möge die Zusammenlegung anordnen. Die Bürger von Ober- und Untermorscholz würden die getroffene Entscheidung annehmen. Am 7. Juli 1937 verfügte der Oberpräsident die Zusammenlegung. Damit war eine knapp sieben Jahre andauernde Entscheidungsfindung der zwei selbstständigen Orte beendet, nachdem 1930 der Kreisverwalter diese Zusammenlegung erstmals angeregt hatte.