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100 Spenden auf dem Konto

Die Jubilare beim DRK-Ortsverein in Nonnweiler mit ihren Auszeichnungen. Foto: Faber
Die Jubilare beim DRK-Ortsverein in Nonnweiler mit ihren Auszeichnungen. Foto: Faber FOTO: Faber
Nonnweiler. Alle zwei Jahre zeichnet der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Nonnweiler während einer Feierstunde die langjährigen Lebensretter aus. Die Jubilare, Hermann Maurer und Wolfram Finkler, haben mittlerweile 100 Spenden auf dem Konto. Von SZ-Mitarbeiter Frank Faber

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Nonnweiler organisiert alle zwei Jahre für die fleißigen Lebensretter eine Feier. "Wir wollen die Spender in aller Ruhe im kleinen Kreis ehren, dies ist eine Schätzung und Anerkennung für ihr Engagement", sagt Bürgermeister und DRK-Vorsitzender Franz Josef Barth. Zwei der zu Ehrenden haben bereits 100 Mal Blut gespendet. Der Bierfelder Hermann Maurer ist seit 1975 dabei, der Otzenhausener Wolfram Finkler gibt seit 30 Jahren sein rotes Lebenselixier ab. "Ich bin ja sowieso bei jeder Spende dabei", meint der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins bescheiden. Demnach weiß er genau, wie das zurückliegende Spendenjahr 2013 gelaufen ist. Insgesamt seien 555 Spender zu den fünf Terminen erschienen. "Es war ein gutes Jahr, mit einer konstanten, aber steigenden Spenderzahl", bilanziert Finkler.

Erstspender habe der Ortsverein an jedem Termin begrüßen können. "Wir stellen fest, dass die Erstspender danach auch weiterhin dabeibleiben", freut sich Finkler. Deshalb spricht er von einer gemischten Altersstruktur unter den Lebensrettern.

Mit im Einsatz beim Blutspendetermin ist auch Ruheständler Dr. Gerd Meyer aus Sitzerath. Der ehemalige Unfallchirurg im Koblenzer Bundeswehr-Krankenhaus fungiert als voruntersuchender Arzt. "Ich habe eine neue Heimat gesucht und der Ortsverein liegt ja vor der Haustür", erklärt Dr. Meyer. In der Feierstunde hält er einen Vortrag zum Thema Blutspende und hat dabei einige Infos und Tipps für die Jubilare parat. "Blut ist ein besonderer Saft, jedoch viel komplexer als man denkt", führt der Mediziner ins Thema ein. Der Hämoglobin-Wert liege bei Männern so um die 13,5, der Wert des Hämatokrits solle 45 betragen. "Flüssigkeitsmangel kann dafür verantwortlich sein, wenn der Wert zu niedrig ist", sagt der Referent. Meyer klärt noch darüber auf, warum Menschen, die sich ein Tattoo haben stechen lassen, zur Blutspende nicht zugelassen werden können. "Wir wissen einfach nicht, wie steril das Tattoo gemacht wurde", erklärt er. Deshalb gelte für frische Tattooträger und Personen, die sich zuvor einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) unterzogen haben, eine viermonatige Sperrzeit. Ob 18 oder 80 Jahre alt, bei der Qualität des Blutes gäbe es keinen Unterschied, das habe, so Meyer, eine Altersstudie gezeigt. Der nächste Spendetermin in Nonnweiler ist am 27. März.



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Auf einen BlickDie geehrten Blutspender beim DRK-Ortsverein Nonnweiler. Für 100 Spenden: Wolfram Finkler (Otzenhausen), Hermann Maurer (Bierfeld), 75 Spenden: Ralf Göttert, Rolf Haupenthal, Willi Franzmann (alle Otzenhausen), Hans-Peter Scherer, Manfred Schmitt (beide Sitzerath), Anja Etten (Schwarzenbach), 50 Spenden: Stefan Zaums (Schwarzenbach), Helmut Werny (Wadern), Theo Lorscheider (Kastel), Thomas Weber (Nonnweiler), Sabine Schonarth (Sitzerath), zudem wurden sieben Lebensretter für 25 und 22 für zehn Spenden ausgezeichnet.frf