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Saisonstart
Mystic Wolves feierten gelungene Premiere

Die „Mystic Wolves Cheerleader“ unterhielten in der Pause das Publikum mit ihren Tanzeinlagen.
Die „Mystic Wolves Cheerleader“ unterhielten in der Pause das Publikum mit ihren Tanzeinlagen. FOTO: Carmen Gerecht
St. Wendel. Zum Saisonstart musste die neue Cheerleader-Truppe der South West Wolves zeigen, dass sie ihre Footballer zum Sieg peitschen können. Von Carmen Gerecht

„Wir sind total nervös, aber wir haben voll Bock das heute hier zu rocken“, sagt Candi Roberts und beschreibt damit wohl die Gefühlslage aller „Mystic Wolves“-Mitglieder. Die Cheerleader der Footballmanschaft South West Wolves (SW Wolves) stehen kurz vor ihrem ersten Auftritt. Zusammen mit Maskottchen Wolfgang heizen sie am Samstag beim ersten Heimspiel der Saison Spielern und Publikum ein. Und das erfolgreich, denn die Wolves besiegen die Mosel Valley Tigers mit 65:7 in knapp drei Stunden Spielzeit.


Pünktlich um 15 Uhr ertönt die fetzige Erkennungsmusik der SW Wolves aus den Lautsprechern und blau-weißer Rauch steigt im Bosenbachstadion auf. Doch statt wie sonst üblich laufen nicht die Footballspieler in das Stadion ein, sondern zuerst zwölf Cheerleader mit blauen Pompons und lautem Jubel. Vor der Haupttribüne stehen sie Spalier und begrüßen so gemeinsam mit den 600 Zuschauern die Sportler.

Die neu gegründete Cheeleadertruppe ist von der ersten Spielminute an dabei. Trotz der Hitze stehen sie konzentriert am Spielfeldrand mit dem Blick zur Tribüne, um mit diversen Schlachtrufen die Spieler zu unterstützen und das Publikum animieren. „Das nennt man ‚Sideline Cheerleading‘“, erklärt Headcoach Lisa Gaboni. „When we say wolves, you say – Go!“, rufen sie gemeinsam mit den Zuschauern oder imitieren die Rockband Queen mit „We want, we want touchdown!“ Das scheint Wirkung zu zeigen, denn schon nach 15 Minuten Spielzeit erzielen die Wolves den ersten Touchdown und zehn Minuten später den zweiten. Touchdown bezeichnet im American Football einen Gewinn von sechs Punkten. Dabei muss der Ball in die gegnerische Endzone getragen oder dort gefangen werden. Dabei führt der Cheercaptain Roberts je nach Spielzug – Offense (Angriff) oder Defense (Abwehr) – den ersten Ruf aus und gemeinsam mit den restlichen Cheerleadern folgt eine Choreographie mit und ohne Sprünge oder Pompons.



Bei diesem ersten Spiel gibt Gaboni noch Anweisungen. „Etwas Unterstützung brauchen sie noch. Sie sehen ja auch nicht den Spielverlauf. Aber ich bin total stolz auf die Mädchen“, freut sie sich. Zusammen mit Lisa Hoffmann hat sie die jungen Frauen zwischen 13 und 30 Jahren trainiert. Roberts übernimmt an diesem Tag auch die Rolle des Maskottchens Wolfgang und schlüpft dazu in einen dicken Plüschanzug.

Wie kommt die Show bei den eigentlichen Hauptakteuren an? „Das motiviert total. Die ziehen das Publikum mit und das zieht uns wiederum mit“, meint Kevin Sauer. Linebacker und Coach Antonio Ploderer ist ebenso begeistert: „Es macht Spaß und Freude, alle gehen mit. Umso mehr Leute, umso mehr Party – genial!“ Dazu zählt auch die Halbzeitshow, die sich die Mystic Wolves mit ihren akrobatischen Tänzen mit Hebefiguren nicht nehmen lassen.

Auch wenn Wolfgang zwischendurch Getränke durch den großen Kopf zugeflößt bekommt, steckt Roberts wegen Außentemperaturen von mehr als 25 Grad nicht die ganze Zeit in dem Kostüm, sondern tanzt auch mit. Die Hitze während der mehrstündigen Spielzeit macht allen Mädchen zu schaffen, so dass sie sich in der zweiten Halbzeit abwechseln und je fünf cheerleaden und fünf sich im Schatten ausruhen. Die Cheerleader würden sich auch über mehr Mitglieder ab 14 Jahren, vor allem junge Männer, freuen. „Man muss keine bestimmten Voraussetzungen oder Vorerfahrung mitbringen. Das Wichtigste ist die Motivation, den Rest kann man lernen“, erklärt Hoffmann. Interessierte können sich auf der Facebookseite der „Mystic Wolves Cheerleader“ melden oder über die Homepage der S.W. Wolves.

Gemeinsam mit Maskottchen Wolfgang feierten die Cheerleader einen „Touch down“ ihrer Mannschaft.
Gemeinsam mit Maskottchen Wolfgang feierten die Cheerleader einen „Touch down“ ihrer Mannschaft. FOTO: Carmen Gerecht