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Gardetanz
Garden zeigten atemberaubende Tänze

Viel Spaß machte den Zuschauern in der Namborner Liebenburghalle auch der Auftritt der Minigarde der Karnevalsgesellschaft „Lach mit“ Theley.
Viel Spaß machte den Zuschauern in der Namborner Liebenburghalle auch der Auftritt der Minigarde der Karnevalsgesellschaft „Lach mit“ Theley. FOTO: B&K / Bonenberger/
Namborn. Das Festival der Garden begeisterte in der Namborner Liebenburghalle auch außerhalb der Fastnachtszeit die Gäste. Von Oswin Sesterheim

Schön anzusehen und anspruchsvoll in fantasievollen Kostümen und flotten Tänzen. So boten die Karnevalsvereine und ihre Tanzgruppen ihrem Publikum einen abwechslungsreichen Nachmittag.  Thematisch ging es dabei vom Oktoberfest über den Zwergenwald bis in die Karibik.


Am Sonntag lud der Landkreis St. Wendel zusammen mit dem Furschweiler Karnevalsverein zum 22. Festival der Garden in die Namborner Liebenburghalle in Eisweiler. 19 Vereine mit genau 339 Akteuren zeigten mit ihren 49 Tanzleiterinnen den begeisterten Zuschauern ihr Können mit 31 Tänzen. Sieben Vereine haben sich kurzfristig krankheitsbedingt abgemeldet. Patrick Litz und Bernd Baßler führten durchs Programm. Auch Landrat Udo Recktenwald (CDU) war unter den Gästen. Quasi als Gastgeber erklärt er, dass das Festival eine Möglichkeit für die Gruppen sei, sich miteinander zu messen und neue Anreize zu bekommen. „Am besten finde ich die große Vielzahl der jungen Gruppen. Das spricht für die tolle Jugendarbeit und deshalb wollen wir die Vereine unterstützen“, so Reckentwald. Und auch über die rund 750 Zuschauer freut sich der Landrat. „Es ist großartig, dass so viele Leute gekommen sind, denn das ist auch ein Beitrag zur Unterstützung der Vereine und es zeigt, dass die Veranstaltung gut ankommt“.

Traditionell eröffnete die Showtanzgruppe des Furschweiler Karnevalsvereins das Fest der Garden mit einer tänzerischen Reise durch Europa und beendete das Festival mit dem Tanz Super Mario. Eine kleine Auslese der nachfolgenden Darbietungen, die mit viel Beifall belohnt wurden. Die mittlere Garde des FV Blau-Weiß Gonnesweiler zeigte mit ihren Piraten-Kostümen den Tanz Fluch der Karibik. „Die Mädchen im Alter von neun bis elf Jahren kommen aus mehreren Orten der Gemeinde Nohfelden. Sie haben für diesen Auftritt besonders fleißig geübt und gefiebert“, erzählt Lilli Mettender, die zusammen mit Nadine Bossert die Trainerinnen sind. Ein Hingucker war die Teenigarde des Hau-Dau Karnevalsverein Hasborn bei ihrem Gardentanz, der mit einer glanzvollen Pyramide endete. „Wir haben mit 14 Mädchen im Alter von 14 bis 15 Jahren eine starke Truppe“, freut sich ihre Trainerin Eva Wagner. Die Blau-Weißen Böhnchen des Turnvereins Scheuern legten einen fetzigen Tanz auf die Bühne, die Mädchen in Dirndl und als Buben in Krachledernen. Die Mädchen im Alter von sechs bis neun Jahren kommen aus dem Bohnental und werden von Lisa Schug und Suzanne Aytas trainiert.

Die KG „Lach mit“ Theley zeigte ein perfektes Selfie und erklärten tänzerisch 1. Das perfekte Licht, 2. die richige Schokoladenseite, 3. die richtige Pose, 4. der Kussmund, 5. den Filter und 6. das Gruppenselfie. Die große Garde des KFG Primstal mit ihrer Trainerin Laura Noll wirbelten mit einem amerikanischen Medley über die Bühne. Die Girlies des Karnevalclubs Mithras führten einen Ententanz vor. Isabell und Lena vom Karnevalsverein die Coburger St. Wendel tanzen nach dem Musical „Die Schöne und das Biest“.

Mit Anne-Claire Kömen, Furschweiler, Katharina Backes, Primstal, Hannah Born, Oberlinxweiler und die 15-jährige Xenia Martin, Otzenhausen, waren auch vier Funkenmariechen aufgeboten worden. Sie vereinten tänzerische Elemente, Akrobatik und Rhythmusgefühl in einer flotten Geografie.



Dieses Fest der Garden gibt es seit genau 20 Jahren. „Für mich ist dieses Fest ein Muss. Es ist immer wieder eine tolle Darstellung der Karnevalsvereine. Ich bin seit der ersten Ausgabe dabei und freue mich schon auf die nächste Veranstaltung“, zeigte sich der 63-jährige Jürgen Stilgenbauer aus Idar-Oberstein als treuer Fan dieses Fest der Garden.