| 12:24 Uhr

Einsatz in der Nacht auf Mittwoch
Scheunenbrand hält Feuerwehr in Atem

Brand auf dem Winkenbacherhof zwischen St. Wendel und Baltersweiler. Eine Scheune samt Strohballen und Geräten stand in Flammen. Foto: Rolf Ruppenthal
Brand auf dem Winkenbacherhof zwischen St. Wendel und Baltersweiler. Eine Scheune samt Strohballen und Geräten stand in Flammen. Foto: Rolf Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Baltersweiler. 140 Helfer waren in der Nacht auf Mittwoch im Einsatz. Eine Herausforderung war die Wasserversorgung, denn der Brand war auf einem Aussiedlerhof ausgebrochen. Von Evelyn Schneider

„Eine Scheune brennt“: Diese Meldung ist Dienstagnacht gegen 23.30 Uhr bei der Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg aufgelaufen. Wie Feuerwehr-Sprecher Dirk Schäfer berichtet, war Feuer auf dem Winkenbacherhof an der Gemarkungsgrenze zwischen St. Wendel und Baltersweiler ausgebrochen. Als die ersten Feuerwehrleute dort ankamen, stand der 200 Quadratmeter große Komplex bereits komplett in Flammen. Etwa 50 Strohballen und Geräte seien in Erd- und Dachgeschoss der Scheune gelagert gewesen.


In unmittelbarer Nachbarschaft steht ein weiteres, größeres Gebäude, das ebenfalls als Lagerhalle dient. Da Funken flogen, bestand die Gefahr, dass Flammen übergreifen. „Durch einen gezielten Löscheinsatz konnte dies jedoch glücklicherweise verhindert werden“, sagt Schäfer.

Zwei weitere Herausforderungen ergaben sich für die Einsatzkräfte: die Wasserversorgung und das hartnäckige Aufflammen brennenden Strohs. Da dieses in Ballen gepresst war, drang das Wasser nicht so einfach durch, erläutert Schäfer. Daher haben die Feuerwehrleute dem Löschwasser ein wenig Schaummittel beigemischt. „So konnte das Wasser besser eindringen.“



Um das nasse Element aber erst einmal an Ort und Stelle zu haben, wurden mehrere Tanklöschfahrzeuge gebraucht. Diese richteten eine Art Pendelverkehr zu einem Hydranten in der Friedhofstraße in Baltersweiler ein. Etwa drei Kilometer war die Strecke lang, schätzt Schäfer. Diese fuhren die Einsatzkräfte in einem Rundweg. Parallel dazu wurden Vorbereitungen getroffen, um Wasser aus der rund 700 Meter entfernten Blies zu entnehmen. Dies sei aber am Ende nicht nötig gewesen.

140 Helfer waren auf dem Winkenbacherhof im Einsatz. „Dieser große personelle Aufwand war der problematischen Wasserversorgung geschuldet“, erläutert Schäfer.

Neben der Feuerwehr waren auch Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vor Ort. Helfer des THW-Ortsverbands St. Wendel rissen mit Hilfe eines Radladers die Mauern der Scheune ein, damit Feuerwehrleute ins Innere gelangten, um dort besser die Strohballen ablöschen zu können.

Das DRK stand bereit, um mögliche Verletzte zu versorgen. Durch glücklicherweise wurden die Helfer in medizinischer Hinsicht nicht gebraucht. Stattdessen versorgten sie die Einsatzkräfte, die bis Mittwochmorgen, 6 Uhr, vor Ort waren.

Wie die Polizei St. Wendel berichtet, haben sich bereits einige Stunden später Ermittler an der Unglücksstelle umgeschaut. Doch konnte die Brandursache vor Ort bisher noch nicht geklärt werden. Auch was die genaue Schadenshöhe betrifft, konnten die Beamten noch keine verlässlichen Angaben machen.

Im Einsatz waren: Löschbezirke der Stadt St. Wendel, den Gemeinden Namborn, Oberthal und Nohfelden, der THW-Ortsverband St. Wendel, das DRK, der Versorgungszug DRK, Wasserversorger sowie die Polizei.