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Bürgermeisterwahl
Die Namborner haben am Sonntag die Wahl

Wer erobert den Chefsessel des Namborner Rathauses in Hofeld-Mauschbach? Diesen Sonntag wird gewählt.
Wer erobert den Chefsessel des Namborner Rathauses in Hofeld-Mauschbach? Diesen Sonntag wird gewählt. FOTO: B & K / Franz Rudolf Klos
Namborn. Am Sonntag wird der Nachfolger von Theo Staub auf den Chefsessel des Namborner Rathauses gewählt. Drei Kandidaten stellen sich dem Votum. Von Thorsten Grim

5960 Wahlberechtigte, neun Wahlbezirke, drei Kandidaten – das sind die drei wichtigsten Zahlen der Bürgermeisterwahl an diesem Sonntag in Namborn. Doch es gibt noch mehr: Pro Wahlbezirk wird ein Wahlvorstand eingesetzt. Der besteht aus acht Menschen: einem Wahlvorsteher, seinem Stellvertreter, einem Schriftführer und dessen Stellvertreter sowie vier Beisitzern. Diese werden vor Beginn der Wahl zur Verschwiegenheit verpflichtet. Den Wahltag selbst teilen sie sich in zwei Schichten auf. Das heißt, vier Mitglieder eines jeweiligen Wahlvorstands überwachen jeweils einen halben Tag lang, dass alles korrekt und gesetzteskonform abläuft. Das müssen sie am Ende des Wahltages, wenn alle Stimmen ausgezählt und die entsprechenden Protokolle geschrieben sind, mit ihrer Unterschrift bezeugen. Die Wahllokale selbst öffnen um 8 und schließen um 18 Uhr. Dann werden die abgegebenen Stimmen ausgezählt – auch die der Briefwähler.


Rund 700 Briefwahlanträge sind bei Rainer Junk, Hauptamtsleiter im Namborner Rathaus, nach eigenen Angaben bislang eingegangen. Bis Freitag um 18 Uhr war es noch möglich, eine Briefwahl zu beantragen. Bei nachgewiesener Krankheit – hier ist ein ärztliches Attest vonnöten – ist die Briefwahl auch noch an diesem Samstag zwischen 8 und 12 Uhr machbar, beziehungsweise am Wahlsonntag von 8 bis 15 Uhr.

Das Wahlamt selbst befindet sich im Namborner Rathaus in Hofeld-Mauschbach und ist an diesem Samstag zwischen 8 und 12 Uhr sowie am Wahlsonntag ab 8 Uhr geöffnet. Gemeindewahlleiter ist der noch amtierende Bürgermeister Theo Staub (SPD), dessen Amtszeit als Verwaltungschef im November enden wird. Dann wird der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin Staubs Amtsgeschäfte übernehmen.

Zur Wahl stehen wie eingangs erwähnt drei Kandidaten. Die CDU schickt ihr Gemeinderatsmitglied Judith Jung ins Rennen. Die 37-jährige diplomierte Kulturwissenschaftlerin möchte sich, so sie denn gewählt wird, für bessere Abläufe innerhalb des Verwaltungsapparats stark machen. Zudem möchte sie Namborn wirtschaftlich und touristisch voran bringen. Letztgenannte Punkte haben sich auch ihre beiden Mitbewerber auf die Fahnen geschrieben. Konrad Haßdenteufel (62) – Gemeinderatsmitglied und Ortsvorsteher von Hirstein – tritt für die Freie Liste Namborn (FLN) an und will zudem in der Verwaltung einen Spezialisten für die Zuschuss-Beschaffung installieren. Sascha Hilpüsch (47), der für die SPD im Gemeinderat sitzt und Ortsvorsteher von Baltersweiler ist, kandidiert als Einzelbewerber und möchte die Liebenburg gastronomisch erschließen.

Wahlberechtigt sind alle Deutschen und Bürger der Europäischen Union (EU), die am Wahltag 18 Jahre sind und seit mindestens drei Monaten in der Gemeinde leben.



Am Wahlsonntag soll vor dem Rathaus eine Großbild-Leinwand aufgebaut werden, wie Hauptamtsleiter Junk berichtet. „Die einlaufenden Ergebnisse aus den jeweiligen Wahlbezirken werden auf die Leinwand übertragen“, ergänzt Wahlleiter Staub, „und in das Gesamtergebnis auf Gemeindeebene eingerechnet, sodass wir ständig auf dem aktuellen Stand sind. Die Leute können also in Echtzeit sehen, wie in den einzelnen Orten gewählt wurde und wie sich das auf Gemeindeebene auswirkt.“ Der amtierende Verwaltungschef rechnet damit, „dass das Endergebnis bis 19 oder 19.30 Uhr feststeht“. So nicht nachgezählt werden muss. „Bei einem knappen Ergebnis, wenn also nur ein paar wenige Stimmen den Ausschlag geben würden, könnte es sein, dass einer der unterlegenen Kandidaten eine Nachzählung beantragt“, erklärt Junk.

Angenommen es läuft alles reibungslos ab, tagt am Tag nach der Wahl der Gemeindewahlausschuss und stellt das amtliche Endergebnis fest. Oder er benennt im Fall der Fälle die beiden Kandidaten, die in eine Stichwahl gehen. Diese fände dann 14 Tage später statt, also am Sonntag, 10. Juni.