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Projekt
Ein Feenhäuschen im Pilz oder ein dunkles Hexenhaus

Die Kinder der Marienschule Namborn präsentieren ihre gestalteten Kunstwerke unter dem Motto „Mein Traum vom Haus“.
Die Kinder der Marienschule Namborn präsentieren ihre gestalteten Kunstwerke unter dem Motto „Mein Traum vom Haus“. FOTO: Claudia Schmitt/verein
Namborn. Die Kinder der Marienschule schufen ihre ganz persönlichen Traumhäuser. „Das Bündnis für Kultur — Kultur macht stark“ unterstützte das Projekt. Von Oswin Sesterheim

Erst die Glückswächter, nun Traumhäuser: Die Kinder der Marienschule beweisen in Projekten ihre Kreativität. „Das Bündnis für Kultur – Kultur macht stark“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. „Aus diesem Anlass haben sich die Heimatfreunde Eisweiler-Pinsweiler, die Gemeinde Namborn und die WIAF (Wege in Arbeit und Fortbildung) im vergangenen Jahr zusammengeschlossen, um sich mit Kindern der Marienschule, Grundschule der Gemeinde Namborn, künstlerisch zu betätigten“, erklärt die Vorsitzende der Heimatfreunde, Claudia Schmitt.


Als erstes Projekt entstanden drei Glückswächter als Stelen, die vor der Schule angebracht wurden (wir berichteten). Nun wurde das neue Projekt „Mein Traum vom Haus“  vorgestellt. „Anette Piro, das WIAF-Team unter der Leitung von Verena Henoch und ich haben uns in den vergangenen Wochen immer wieder donnerstags mit den 14 Kindern der Nachmittagsbetreuung getroffen. Wir haben gemalt, gesägt, geraspelt, geleimt und gebaut“, so Schmitt.

Dazu wurde ein Ausflug zur Ausstellung der Gulliver Welt in Bexbach organisiert. Dort konnten die Kinder die kleinen, liebevoll hergerichteten Bauwerke besichtigen, Anregungen für ihr Traumhaus holen und sich entsprechende Skizzen machen. Die Kinder zeichneten und bauten zunächst Höhlen der Vorfahren und kamen über Feenhäuschen, Waldhäuschen zu ihrem Traumhaus mit Beleuchtung. Als Material wurden kleine, leere Flaschen aus Plastik benutzt. Über die Flasche wurde eine Modelliermasse aus Kleister gezogen, ausgehärtet und die Häuschen geformt. Für den Unterbau wurde Alufolie verklebt. Während der Trocknungsphase erstellten die Kinder Bilder von Höhlenmalereien. Dazu verwendeten sie Packpapier mit Kleister und gesiebtem Gartengrund. Dies ergibt eine raue Oberfläche mit Erdfarbe. Dann wurden die Bilder mit Stöckchen und Fingern bemalt.



„Die Kinder suchten immer wieder das Gespräch, sie waren glücklich“, erzählt Claudia Schmitt. Sie zeigten stolz ihre Werke und konnten sie mit nach Hause nehmen. Für Ida Kappelmeier (sieben Jahre) ist ein Traumhaus beispielsweise ein Feenhäuschen als Pilz, für Noah Fries und für Fero Klöckner (acht Jahre) ein Waldhaus und für Elisa Buljan (sieben Jahre) ein großes, dunkles Hexenhaus. „Künstlerische Betätigung in jungen Jahren ist eine tolle Sache und sollte auf jeden Fall fortgeführt werden“, sagte Feros Mutter, Christine Klöckner. „Auch unsere Tochter Elisa war von dieser Aktion hellauf begeistert und hofft, dass es im nächsten Jahr weiter geht. Sie ist sowieso ein Bastelfreak und malt gerne“, fügten ihre Eltern hinzu.