| 20:36 Uhr

Zukunftswettbewerb
Mehr Lebensqualität dank „Unser Dorf hat Zukunft“

Remmesweiler. () Elf Orte aus dem Landkreis St. Wendel haben in diesem Jahr am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen (wir berichteten). Bei der Abschlussveranstaltung wurden Hoof und Remmesweiler zu Siegern gekürt – beide vertreten den Landkreis nun im kommenden Jahr beim Landeswettbewerb.

() Elf Orte aus dem Landkreis St. Wendel haben in diesem Jahr am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen (wir berichteten). Bei der Abschlussveranstaltung wurden Hoof und Remmesweiler zu Siegern gekürt – beide vertreten den Landkreis nun im kommenden Jahr beim Landeswettbewerb.


„Der Wettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft’ hat in den vergangenen Jahrzehnten für einen enormen Zuwachs an Lebensqualität im ländlichen Raum gesorgt“, hat Umweltminister Reinhold Jost (SPD) mitgeteilt. „Er ist zu einem wichtigen Motor der ländlichen Entwicklung geworden und zeigt uns immer wieder aufs Neue, was engagierte Menschen in ihrem Dorf bewegen können“, erklärt Jost. Doch trotz erfolgreicher Bilanz sei der Wettbewerb im Saarland längst kein Selbstläufer mehr. Von Jahr zu Jahr sinke die Bereitschaft der Dörfer mitzumachen. Dies habe sich beim Wettbewerb auf Kreisebene besonders deutlich gezeigt: Im Landkreis Neunkirchen und im Stadtverband Saarbrücken kam wegen zu geringer Anmeldezahlen keine Beteiligung zustande.

Minister Jost möchte nun das Engagement der insgesamt sechs Kreissieger besonders honorieren und sie bei der weiteren Vorbereitung des im kommenden Jahr stattfindenden Landeswettbewerbs unterstützen. „Wir bieten den Teilnehmern für Beratungsleistungen, die sie zur Vorbereitung des Landesentscheids in Anspruch nehmen möchten, eine Förderung an“, teilt Jost mit.



Ein solches „Dorf-Coaching“ könne zum Beispiel die weitere Bürger-Beteiligung, etwa durch Workshops umfassen, das Erstellen von Infomaterial und Broschüren oder eine Ablaufplanung für die Jury-Bereisung und Präsentation. Das Umweltministerium ermöglicht für solche Leistungen eine Förderung von bis zu 65 Prozent der förderfähigen Kosten. Die maximale Gesamthöhe der förderfähigen Kosten belaufen sich auf 10 000 Euro.

Interessierte Dörfer sollten bis zum 15. Dezember einen schriftlichen Förderantrag beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz einreichen. Das Antragsformular kann heruntergeladen werden: https://www.saarland.de/dokumente/res_umwelt/FRL-DE_Anlage_1b_Antrag_GK_neu(1).docx

Die Kreissieger haben nun Zeit bis Sommer 2018, ihre Ideen und die Präsentation des Dorfes weiter zu entwickeln. Im Dezember 2018 wird der saarländische Landessieger als Teilnehmer für den Bundeswettbewerb nach Berlin gemeldet. Im Januar 2020 werden dann die Bundessieger während der „Grünen Woche“ in Berlin ausgezeichnet. Als zusätzlicher Anreiz wurde von Minister Jost erstmalig begleitend zum Dorfwettbewerb ein eigener Sonderpreis „Miteinander leben im Dorf“ ausgelobt. Gewürdigt werden soll ein Dorf, das sich im Unterschied zur Gesamtbetrachtung des Dorf-Wettbewerbes durch ein konkretes und besonders nachahmenswertes Projekt im Bereich der sozialen Dorfentwicklung, also der Förderung des Miteinanders im Dorf auszeichnet. Der Sonderpreis ist mit einem Preisgeld von 2500 Euro dotiert.

Die Kreisjurys haben aus den Reihen der am Wettbewerb teilnehmenden Dörfer in diesem Jahr erstmals zusätzlich einen Anwärter auf diesen Sonderpreis ausgewählt. Im Landkreis St. Wendel fiel die Wahl auf Überroth-Niederhofen. Dieses Dorf wird ebenfalls Station  auf der Tour der Landesjury im Sommer 2018 sein. Ende 2018 wird der Gewinner des Sonderpreises „Miteinander leben im Dorf“ zusammen mit dem Landessieger des Dorfwettbewerbes gekürt.

„Es geht bei diesem Wettbewerb nicht nur um Urkunden und Medaillen, die Teilnehmer bringen vor allem die Entwicklung ihrer Dörfer voran, sorgen für mehr Lebensqualität. Wir haben im Saarland nicht viel Geld, aber pfiffige Ideen. Dieses Potenzial sollten wir nutzen“, erläutert Minister Jost.