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Mehr Krippenplätze und Natur, weniger Prestigeprojekte und Profit

Nennen Sie uns die drei wichtigsten Ziele Ihrer Partei in der kommenden Wahlperiode?Peter Keßler (CDU): Eines der wichtigsten Ziele in der der kommenden Wahlperiode des Gemeinderates ist die Schaffung und Ausbau des Betreuungsangebotes der Kindertagesstätten in allen Ortsteilen. In Alsweiler wird das ehemalige Grundschulgebäude zu einer Kindertagesstätte umgebaut

Nennen Sie uns die drei wichtigsten Ziele Ihrer Partei in der kommenden Wahlperiode?Peter Keßler (CDU): Eines der wichtigsten Ziele in der der kommenden Wahlperiode des Gemeinderates ist die Schaffung und Ausbau des Betreuungsangebotes der Kindertagesstätten in allen Ortsteilen. In Alsweiler wird das ehemalige Grundschulgebäude zu einer Kindertagesstätte umgebaut. Der Berschweiler Kindergarten wird um eine Krippengruppe erweitert. Im Urexweiler Kindergarten steht eine Komplettsanierung und eine Erweiterung bevor. Weiteres Ziel ist die Erweiterung des Angebotes für altersbetreutes Wohnen. So planen wir in Urexweiler ein Pflegewohn- und Betreuungszentrum. Ein Ziel ist auch der Ausbau des Gebäudes des kommunalen Kindergartens in Marpingen in ein Haus der Kultur für die Vereine. Durch den Umzug des kommunalen Kindergartens nach Alsweiler haben wir nun die passenden Räume. Ein wichtiges Ziel ist auch die Sanierung öffentlicher Gebäude wie Rathaus, Schwimmbad Urexweiler. Wir wissen, dass es wie viele andere Einrichtungen in der Gemeinde defizitär ist. Im Interesse unser Schülerinnen und Schüler, die am Ende ihrer Grundschulzeit das Schwimmen erlernt haben, ist uns der Erhalt des Bades wichtig. Dank des Konjunkturpaketes sind wir in der Lage, in den kommenden beiden Jahren die Technik des Hallenbades zu sanieren. Werner Laub (SPD): Übergeordnete strategische Zielsetzung ist es, dem Bürgerwillen wieder Vorrang zu verschaffen vor Visionen und Vorstellungen einer Ratsmehrheit. Nicht mehr Prestigeprojekte sollen das kommunalpolitische Handeln in der Gemeinde Marpingen bestimmen, sondern Bürgerbeteiligung bestimmt die Notwendigkeit und Machbarkeit. Dabei ist es wichtig, Verwaltung und Bürgermeister wieder die Kompetenzen zurückzugeben, die sie zur effektiven und effizienten Umsetzung brauchen. Der Bürger in allen Lebenslagen muss im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter anderem durch qualifizierte Betreuungsangebote für Kinder bis 14 Jahre muss ortsnah und bezahlbar möglich sein. Die Lebensqualität für unsere älteren Mitbürger wollen wir erhalten unter anderem durch Erweiterung der Betreuungsmöglichkeiten sowohl zentral als auch dezentral. Die Vereinsförderung war und ist ein wichtiges Anliegen für die SPD. Durch die Nutzung der Stärken der Ortsteile wollen wir den sanften Tourismus weiter fördern und zusätzliche Einnahmemöglichkeiten und Arbeitsplätze schaffen. Carola Uhl (Grüne): Ich möchte mich besonders in der Kinder-und Jugendarbeit engagieren. So kann ich mir vorstellen, waldpädagogische Lernorte aufzubauen, um Kindern das Lernen in der Natur zu ermöglichen. In der Jugendarbeit sollten noch mehr Angebote geschaffen werden, in der die Jugendlichen mit einbezogen werden. Im schulischen Bereich könnte man das Angebot der Ganztagsschule erweitern, indem man Nachhilfeunterricht für benachteiligte Schüler organisiert. Die Seniorenpolitik sollte sich nicht nur auf Heime für Pflegebedürftige beschränken, sondern die ambulante Versorgung ausgebaut werden. Liebens- und lebenswerte Ortsteile sollen entstehen. Der Verkehr sollte verlangsamt, damit leiser gemacht und mehr öffentliche Verkehrsmittel angeboten werden.Eric Gutzke (Linke): Wichtigstes Ziel ist die demokratische Bürgerbeteiligung. Bei größeren Vorhaben der Gemeinde sind alle Bürger zum Beispiel auf Bürgerversammlungen einzubeziehen und an der Entscheidungsfindung zu beteiligen. Zudem ist Bürgereigentum zu erhalten, zu pflegen, zu sichern und zu schaffen. Es gehört nicht in private Hände, deren Ansinnen nur der eigene Profit ist, zum Beispiel öffentliches Gasnetz und öffentliche Gebäude wie das Hallenbad. Weiter ist jeder Bürger oder Haushalt von öffentlichen Vorhaben in Kenntnis zu setzen. Das Gemeindeblatt ist kostenlos zuzustellen. Die Internetplattform der Gemeinde ist bürgerfreundlich zu gestalten. ru