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Mehr Arbeitsplätze, weniger Bürokratie, weniger Schulden

Nennen Sie uns Ihre drei wichtigsten Ziele ihrer Partei in der kommenden Wahlperiode des Gemeinderates?Helmut Rauber (CDU): Vor dem Hintergrund leerer Kassen kommt es mehr denn je darauf an, kreativ zu sein und Geld durch gute Ideen zu ersetzen

Nennen Sie uns Ihre drei wichtigsten Ziele ihrer Partei in der kommenden Wahlperiode des Gemeinderates?Helmut Rauber (CDU): Vor dem Hintergrund leerer Kassen kommt es mehr denn je darauf an, kreativ zu sein und Geld durch gute Ideen zu ersetzen. Wir appellieren an alle Bürger mitzuhelfen, dass der Gemeinschaftsgedanke nicht verloren geht und unsere Vereine und Verbände ihr hohes Leistungsniveau halten können. Durch die Vermarktung der Industrie- und Gewerbegebiete und gezielte Investitionspolitik wollen wir helfen, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Substanzerhaltung und Sanierung werden bei den Investitionen im Vordergrund stehen. Wir werden auch dazu beitragen, dass in der Gemeinde qualitativ hochwertige kinder-, jugend- und seniorengerechte Dienstleistungen angeboten werden. Das wird unser dritter Schwerpunkt sein. Klaus-Dieter Kirsch (SPD): Die Verbesserung der Lebenssituation in Tholey für alle Generationen ist unsere wichtigste Aufgabe. Dazu muss die öffentliche Infrastruktur erhalten beziehungsweise modernisiert werden, müssen Jugendräume und Mehrgenerationenhäuser als lebendige Begegnungsstätten geschaffen und Vereine und private Initiativen unterstützt werden. Die Schuldenpolitik in der Gemeinde Tholey der vergangenen Jahre muss durch strikte Ausgabenprüfung und nachhaltiges, sparsames Investieren gestoppt werden. Ein weiteres Ziel ist der Verzicht auf überdimensionierte Prestigeobjekte. So muss der geplante Ausbau der Sauna, der mit über 700 000 Euro viel zu teuer ist, dringend auf ein sinnvolles Maß reduziert werden. Christian Schmidt (FDP): Berufstätigkeit und Familie müssen besser in Einklang gebracht werden können. Dazu muss die Ganztagsbetreuung in den Kindergärten, kombiniert mit längeren und flexibleren Öffnungszeiten, ausgebaut werden. Zur Förderung des Mittelstandes müssen die Grund- und die Gewerbesteuer gesenkt werden. Für mehr Bürgernähe sprechen wir uns für den Abbau von Bürokratie und eine Verwaltungsreform aus, für mehr Service und Transparenz.Ewald Müller (Grüne): Wir wollen versuchen, grüne Politik spürbar zu machen. Gute Ansätze sind in der Gemeinde vorhanden, aber es ist gut, wenn etwas Farbe ins Spiel kommt. Außerdem will ich die Arbeit der "Freien Bürgerliste Theley" unterstützen und auch deren Themen im Gemeinderat vorbringen, da von ihr viele Punkte angesprochen werden, die auch grüne Themen sind. Als Drittes wollen wir Grünen natürlich auch die Bildungspolitik auf Gemeindeebene voranbringen. Mike Martin (Linke): Wir wollen die Einrichtung eines Jugendparlamentes, damit Jugendliche schon früh in den Entscheidungsprozess mit eingebunden werden und ein Mitspracherecht bekommen. Eine Änderung des Kommunalselbstverwaltungsgesetzes muss damit mit einhergehen. Wir wollen einen echten Sozialpass, anstatt einer unsinnigen Familienkarte, die keine echte Entlastung für Geringverdiener und Sozialschwache mit sich bringt, einführen. Wir streben den Verzicht auf Prestige-Projekte an, deren Finanzierung sich nur mittelfristig per Zuschüsse sicherstellen lässt, die aber langfristig eine enorme Belastung für die kommunalen Finanzen darstellen. vf//ddt