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Songs gegen rechts
Verein setzt Zeichen mit Liedern gegen Rechts

Marpingen. Die Band Brillant trat beim zehnten Mühlengespräch der Gemeinde Marpingen auf. Von red

„Schwere Zeiten erfordern besondere Aktivitäten. Wir müssen aufstehen und zeigen, dass wir mehr sind, als diese rechtsradikalen Schreier und Pöbler. Deshalb setzt unser Verein zusammen mit der Gemeinde Marpingen ein Zeichen“, sagte Eberhard Wagner, Vorsitzender des Vereins Wider das Vergessen und gegen Rassismus, in seiner Begrüßung.


Beim zehnten Marpinger Mühlengespräch präsentierte der Verein zusammen mit der Gemeinde „Songs gegen Rechts“. Dargeboten wurden diese von Jürgen Brill und seiner Band Brillant.

„Blickt man nach Chemnitz oder Köthen oder verfolgt, was AFD-Mitglieder und andere rechte Politiker so von sich geben, kann einem angst und bange werden“, so Wagner.



Wie im Saargebiet der 1933er- und 1934er-Jahre scheine eine schleichende Nazifizierung in den Herzen und Köpfen beträchtlicher Teile der Bevölkerung stattzufinden. „Wer kann denn heute noch ausschließen, dass die ein oder andere sogenannte bürgerliche Partei bei der nächsten Wahl mit der AFD koaliert?“, so die provozierende Frage des Vorsitzenden.

Und was wäre, wenn wir dann eine(n) Innenminister(in) dieser rechtsradikalen Partei hätten? Österreich und Italien hätten es schon vorgemacht.

Neueste Umfragen zeigten, dass die AFD schon zweitstärkste politische Kraft in Deutschland sei. Wie der Verein berichtet, quittierten die Menschen in der übervoll besetzten Alten Mühle diese Aussagen mit kräftigem Applaus.

Mit noch viel mehr Beifall und stehenden Ovationen bedachten die Besucher die Darbietungen der Band Brillant, bestehend aus Jürgen Brill, Peter Morsch und Stefan Scharle. Sie hatten sich an diesem Abend verstärkt mit Clara und Clemens Brill (beide Geige) sowie Jakob Brill (Klarinette).

„Wann, wenn nicht jetzt“, fragte Jürgen Brill mit dem berühmten Lied von Rio Reiser, sollen wir der bedrohlichen Entwicklung in unserem Land entgegentreten? Die Veranstaltung machte für Marpingen einen hoffnungsvollen Anfang. Den Schlusspunkt des Konzertes setzten die Musiker mit der Hymne „Imagine“ von John Lennon.