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Rosenmontag
Sturmtief Bennet entpuppt sich in Marpingen als Faasendbooze

So war der Umzug in Marpingen FOTO: Thorsten Grim
Geht er oder geht er nicht? Lange Zeit war am Morgen unklar, ob der Marpinger Rosenmontagsumzug überhaupt würde losziehen können. Von Thorsten Grim

Zu unvorhersehbar war die Wetterlage – und, ob der befürchte Sturm tatsächlich so dreist sein würde, den Höhepunkt der Straßenfastnacht in der Gemeinde Marpingen so mir nichts dir nichts hinwegzupusten.


Um beinahe punktgenau 11.11 Uhr war dann aber klar: Bennet, so der Name des derzeitigen Sturmtiefs, ist ein Fassendbooze. Der Umzug würde starten können. Das tat er dann auch um 14.11 Uhr. Wenngleich die Zuschauer wohl wegen der widrigen Wetterverhältnissen eher ins Zentrum des Alsbachtals tröpfelten statt strömten, tat das der Feierlaune keinen Abbruch. Im Zug selbst, der von der Musikgemeinschaft Marpingen-Alsweiler ins Feld geführt wurde, fanden sich Meerjungfrauen und Meeresgötter, Griechen und Punks. Es gab Pusteblumen zu bestaunen und mit Fröschen konnte angestoßen werden – auf den neuen Kunstrasenplatz. Der dient ihnen jetzt als Biotop. Faasendbooze in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, das war indes das Anliegen der wilden Tiere von DJK und Messdiener, die wie Tags zuvor schon in Alsweiler auf großer Safaritour waren. Von dort war auch der Theater- und Karnevalverein nach Marpingen gekommen, um mit seinen zahlreichen Gardetruppen die Straßen in Besitz zu nehmen. Das gelang immerhin zeitweise, dann wurde weitermarschiert. Letztlich bis zur Aula, Zielort des Umzugs.