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Fußball
Sind aller guten Dinge wirklich drei?

Martin Brill.
Martin Brill. FOTO: Frank Faber
Alsweiler. Der Fußball-Landesligist SC Alsweiler bekommt nächste Saison ein Trainer-Trio: Martin Brill, Sebastian Böhmer und Matthias Denne treten die Nachfolge von Stefan Markowski an. Von Philipp Semmler

Das ist eine echte Seltenheit: die Fußballer des SC Alsweiler werden in der kommenden Runde nicht von einem, nicht von zwei, sondern gleich von drei Trainern trainiert. Der Tabellenvorletzte der Landesliga Nord hat sich entschieden, für die Spielzeit 2018/19 ein Trio unter Vertrag zu nehmen. „Es war jetzt nicht so, dass wir das von Anfang an geplant hätten“, berichtet Thomas Lauer vom Sportvorstand des SC. „Aber es hat sich im Laufe der Suche so ergeben.“



Die drei SC-Trainer in der kommenden Runde werden Martin Brill, Matthias Denne und Sebastian Böhmer sein. Brill, der aus Alsweiler stammt, ist derzeit noch Übungsleiter beim Bezirksligisten VfB Theley II. Mit der Reserve des Verbandsligisten war er im Sommer 2016 von der Kreis- in die Bezirksliga aufgestiegen. Er wird als reiner Trainer fungieren.

Denne und Böhmer werden dagegen als Spielertrainer auf dem Feld stehen. Sie wechseln im Sommer vom Verbandsligisten SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden nach Alsweiler. Für den 28-jährigen Böhmer (früher unter anderem auch beim SV Hasborn in der Oberliga aktiv) und den ein Jahr älteren Denne ist es die erste Trainerstation.

„Durch zwei spielende Trainer und einen, der das ganze von außen steuert, sorgen wir für eine optimale Steuerung des Teams“, erklärt Lauer. „Das ist besonders wichtig, da wir eine sehr junge Mannschaft mit vielen Eigengewächsen haben. Auch in den Übungseinheiten ist durch drei Trainer eine optimale Förderung möglich.“

Dass Alsweiler in diesem Winter auf Trainersuche gehen musste, war schon frühzeitig klar. Der aktuelle Amtsinhaber Stefan Markowski hatte bereits bei seiner Verpflichtung im vergangenen Winter erklärt, dass er bei seinem zweiten Engagement in Alsweiler nur für eine Saison zur Verfügung steht.

Ob das neue Trainer-Trio des Sportclubs seine Arbeit in der Bezirks- oder Landesliga aufnehmen wird, ist noch unklar. Denn als Tabellen-Vorletzter ist Alsweiler zur Winterpause akut abstiegsgefährdet. Nur neun Punkte sammelte der SC bisher. Der Rückstand auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz beträgt bereits satte zehn Zähler.

„Es war uns von vornherein bewusst, dass wir gegen den Abstieg spielen würden. Dann kam aber vieles zusammen, was verantwortlich dafür ist, dass wir so weit hinten stehen“, erklärt Lauer. Unter anderem zog sich Stamm-Torwart Dominik Markowski kurz vor dem ersten Saisonspiel eine Fußverletzung zu. Aufgrund dieser konnte er bislang noch keine einzige Partie in dieser Runde bestreiten – ein schwerer Verlust für den SC.

In der Rückrunde will Alsweiler aber noch einmal alles versuchen, um den Klassenverbleib doch noch zu schaffen. Dafür wurde in der Winterpause noch einmal personell nachgelegt: Offensiv-Spieler Philipp Warschburger ist von Verbandsligist VfL Primstal II zum SC gewechselt. Torhüter Luca Kuhn stößt aus der eigenen Jugend zum Kader hinzu. Zudem wurden Pascal Rauber und Johannes Hoffmann, die zuletzt aus privaten Gründen pausierten, wieder reaktiviert. Auch Abwehrspieler Thomas Wagner ist nach einem Kreuzbandriss in der Rückrunde wieder einsatzfähig – ebenso wie Torhüter Markowski. Des Weiteren kann der SC auch schon einen Neuzugang für die nächste Saison vermelden: Defensiv-Akteur Julian Becker kommt dann von Schiffweiler-Landsweiler/Reden.

Matthias Denne.
Matthias Denne. FOTO: Heinz Bier
Sebastian 
Böhmer.
Sebastian Böhmer. FOTO: Heinz Bier