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Schulgeschichte und Geschichten

Marpingen. Hätten Sie's gewusst, dass die Gesamtschule Marpingen die größte allgemeinbildende Schule des Landkreises St

Marpingen. Hätten Sie's gewusst, dass die Gesamtschule Marpingen die größte allgemeinbildende Schule des Landkreises St. Wendel ist? Dass dort mehr als 60 Lehrer rund 950 Schüler von der Klassenstufe 5 bis zum Abitur unterrichten? Dass seit Bestehen der Schule die jährlichen Anmeldezahlen die Aufnahmekapazität übersteigen, so dass regelmäßig Auswahlverfahren durchgeführt werden müssen? Dass diese Schule seit 20 Jahren Erfolgsgeschichte schreibt, obwohl sie bei ihrer Gründung 1988 Gegenstand heftigster politischer Auseinandersetzungen war? Diese und noch mehr interessante Einzelheiten zur Schulgeschichte standen im Mittelpunkt zahlreicher Reden, die zu Ehren des 20. Geburtstags der Gesamtschule Marpingen gehalten wurden. Der Einladung von Schulleiter Edmund Hinsberger waren Vertreter des Kultusministeriums, des Landkreises sowie der Gemeinde, Kollegen der Marpinger und weiterer Gesamtschulen, Eltern, Schüler und Angestellte gefolgt, um gemeinsam die "Volljährigkeit der Schule", so Landrat Udo Recktenwald, zu feiern. Schüler der Klasse 9a bauten mit beschrifteten Kartons die Gesamtschule Marpingen nach: So brachten sie den Gästen nahe, was ihre "Welt in Innersten zusammenhält", vom selbstständigen Lernen und dem Schulfach Lerntechniken, über die Tischgruppenarbeit und den Fachunterricht bis zur Rhetorikschulung und den Partnerschulen in Frankreich, Brasilien und im Kongo. Das musikalische Rahmenprogramm sowie die ansprechende Gestaltung zeigten, dass in Marpingen auf Kunst und Musik besonderes Augenmerk gelegt wird. Der Schulleiter selbst stellte den Dank an seine Kollegen, seine Mitarbeiter und die unterstützenden Verantwortlichen im Ministerium und in der Politik in den Mittelpunkt seiner Ansprache und nahm gerne als Geburtstagsgeschenk des Landrates einen Scheck über die stattliche Summe von 315 000 Euro in Empfang, die für Umbau- und Renovierungsmaßnahmen in der Schule genutzt werden soll. Dass diese Renovierungsarbeiten notwendig sind, hing allerdings nicht mit dem Fest zusammen, das am drauf folgenden Samstag von der Schulgemeinschaft organisiert wurde. Die Schüler zeigten sich eng verbunden mit der Schule und feierten sich selbst: Malwettbewerbe und Song-Contest, Parcours der Sinne und Fotoshooting, Fittnesstest und Tombola: Alle Klassen von Stufe 5 bis 12 boten den Besuchern Kreatives und Musisches, Sportliches und Essbares an. Dabei brachten sie nicht nur tolle Ideen ein, sondern das Ortszentrum von Marpingen an den Rand des Verkehrsinfarkts. red