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Blutspende
Schon eimerweise Blut gespendet

50 Liter Blut symbolisieren die zehn Halblitereimer, die Jürgen Przywarra beim DRK Urexweiler aufgetürmt hat. Er dankt damit den Blutspendern (von links) Tatjana Mathias (25 Spenden), Pirmin Weiskircher (100 Spenden), Ursula Schnur (100 Spenden), Monika Meiser (25 Spenden) und Lars Schorr (zehn Spenden).
50 Liter Blut symbolisieren die zehn Halblitereimer, die Jürgen Przywarra beim DRK Urexweiler aufgetürmt hat. Er dankt damit den Blutspendern (von links) Tatjana Mathias (25 Spenden), Pirmin Weiskircher (100 Spenden), Ursula Schnur (100 Spenden), Monika Meiser (25 Spenden) und Lars Schorr (zehn Spenden). FOTO: Ralf Mohr
Urexweiler. Das DRK zeichnete fleißige Lebensretter mit Urkunden aus. Zwei Personen wurden dabei für je 100 Blutspenden geehrt. Von Ralf Mohr

Beim Termin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Urexweiler galt es, gleich zwei Spender für jeweils 100 Blutspenden zu ehren. Einer von ihnen ist Pirmin Weiskircher. Der 48-jährige Lagerist ist Spender aus Familientradition, wie er selbst sagt. Schon der Vater habe regelmäßig Blut gespendet.  Pirmin Weiskircher stieg mit 18 Jahren ein.


Die zweiten 100 Spenden gehen auf das Konto von Ursula Schnur, geborene Weiskircher und wie der Name schon erahnen lässt, verwandt mit Pirmin Weiskircher. Sie ist die Schwester. „Das hat man selten, dass ein Geschwisterpaar zur gleichen Zeit so eine hohe Spendenzahl erreicht“, freute sich deshalb Jürgen Przywarra vom DRK Urexweiler.

Pirmin Weiskircher schätzt beim Blutspenden auch den Nebeneffekt für die eigenen Gesundheit. Frühzeitig könnte ihn die Untersuchung auf eventuelle Krankheiten aufmerksam machen. „Außerdem ist das auch für einen selbst sehr gesund“, ergänzte seine Schwester Ursula. „Durch die regelmäßige Blutentnahme kann der Körper bei einem Unfall beispielsweise das Blut schneller regenerieren, weil er sozusagen im Training ist“, erklärt die gelernte Industriekauffrau.



25 Mal gespendet hat Monika Meiser. Sie kommt zwar aus Marpingen, geht aber lieber zu den Terminen in Urexweiler: Die Begründung: Hier sei es nicht so kalt. Auch hier spendet sozusagen die gesamte Familie. Dieses Mal kam die technische Zeichnerin mit ihrer Tochter Julia und erinnerte sich an die Anfänge zurück. Als sie mit dem Blutspenden anfing, war sie schon älter als 40 Jahre. Sie schätzt nach eigener Aussage die Gemeinschaft beim Blutspenden, es sei ein geselliges Erlebnis.

Aus Oberlinxweiler kommt Tatjana Mathias, die ebenfalls 25 Mal gespendet hat. Ihr Bezug zu Urexweiler kommt über ihren Schwager, der hier beim DRK hilft. „Außerdem sind die Schnittchen fein und der Kaffee sehr gut“, bemerkt sie lachend. „Das Blutspenden tut mir körperlich einfach sehr gut. Man fühlt sich einfach wohler.“

Lars Schorr aus Urexweiler hat familiäre Gründe für seine Spendenbereitschaft. Er wollte schon immer mal damit anfangen, aber als in seiner Familie jemand mehrmals dringend Blut benötigt habe, wurde dem 52-jährigen bewusst, wie wichtig das Blutspenden sei. Auch als Motorradfahrer kann man schon mal eher in die Verlegenheit kommen, in einen Unfall verwickelt zu werden und eventuell selber Blut zu benötigen. Das sensibilisiere für das Thema. „Außerdem finde ich es gut, damit anderen helfen zu können“. Der Ultraschallprüfer hat zehn Mal gespendet.

Um einmal bildlich zu veranschaulichen, wieviel Blut gespendet wurde, hatte Jürgen Przywarra zehn Halblitereimer aufgetürmt. „50 Liter Blut, das kommt bei 100 Blutspenden insgesamt zusammen“, erläuterte er und zeigte sich auch  sichtlich stolz, gleich zwei Spender für diese hohe Leistung ehren zu können.

Insgesamt hatten beim Blutspendetermin in Urexweiler 74 Spender Blut gespendet. Sechs davon waren Erstspender.