| 20:39 Uhr

Handball-Saarlandliga
Ein furioser erster Heimsieg

Kreisläufer Manuel Schmitt setzt sich hier resolut gegen die Merchweiler Deckung durch. Insgesamt traf Schmitt sieben Mal, einmal sogar per Kempa-Trick.
Kreisläufer Manuel Schmitt setzt sich hier resolut gegen die Merchweiler Deckung durch. Insgesamt traf Schmitt sieben Mal, einmal sogar per Kempa-Trick. FOTO: Klos Horst / Foto: Horst Klos
Marpingen. Handball-Saarlandligist HSG Nordsaar hat den ersten Heimsieg der neuen Saison gefeiert. Und der fiel gleich richtig deutlich aus. Der TV Merchweiler wurde beim 37:26 buchstäblich an die Wand gespielt. Von Frank Faber

Mit Vollgas-Handball hat Saarlandligist HSG Nordsaar dem TV Merchweiler eine deutliche 37:26 (17:12)-Packung in der Marpinger Sporthalle verpasst. „Es ist ein geiles Gefühl, wir wollen attraktiven Handball spielen – und das hat die Mannschaft gezeigt“, schwärmte Krzysztof Wroblewski, der gemeinsam mit Marko Heidemann das Team betreut, nach der Schluss-Sirene.


Von Minute zu Minute zog die HSG in der Partie das Tempo an und überrannte die Gäste nach dem Seitenwechsel komplett. „Wir haben in keiner Sekunde zu unserem Spiel gefunden, einfache Sachen haben nicht geklappt. Noch dazu hatten wir zu viele Fehlwürfe“, begründete TVM-Trainer Jonas Denk die Niederlage.

Bis zum 2:2 (7. Minute) hielten die Gäste noch mit, ehe Nordsaar aufdrehte. Rückraumspieler Sebastian Stoll wuchtete den Ball zum 7:5 (15.) ins Tordreieck, Rechtsaußen Lukas Böing ließ kurz danach das 8:5 folgen. Auffällig bei der HSG war das schnelle Umschalten nach dem Ballgewinn in den Tempogegenstoß. „Mit zwei Pässen wollen wir über die zweite Welle vorne zum Abschluss kommen“, so Wroblewskis Vorgabe. Und mit Michael Paschke sowie Linksaußen Jan Hippchen verfügt die HSG über zwei Akteure, die mit ihren schnellen Beinen für das Tempospiel prädestiniert sind.



Durch zwei Treffer von Paschke baute die HSG den Vorsprung auf 12:8 aus. Die Basis für das variantenreiche Angriffsspiel legte Nordsaar dazu in der Defensive. „Wir haben eine super starke Abwehrleistung gezeigt“, lobte Wroblewski. Lediglich Einzelaktionen der Gästespieler Tobias Ranft und Thorsten Dillbaum hielten den TVM noch einigermaßen im Rennen. Mit Nordsaars Spiellust stieg auch die Kunst: Kreisläufer Manuel Schmitt verwandelte das Anspiel von Lukas Böing per Kempa-Trick zum 16:10. Zur Pause führte die HSG mit 17:12.

Nach dem Wechsel ging dann die Post so richtig ab. „Da haben wir richtig gut gespielt“, bescheinigte Wroblewski seinem Team. Mehrfach versuchte Merchweilers Trainer Denk durch Umstellungen in der Abwehrreihe den Angriffswirbel der HSG zu stören, doch die hatte immer die passende Lösung parat. „Es war gut zu sehen, dass die Mannschaft spielerisch einen Schritt weiter gekommen ist“, fand Wroblewski. Beim Spielstand von 29:19 hatte die HSG erstmalig eine Zehn-Tore-Differenz zwischen sich und den überforderten Gegner gelegt. Ohne eine Schwächephase einzubauen zogen die Handballer konsequent ihr Konzept weiter durch und feierten mit 37:26 den ersten Heimsieg der Saison.

„Wir haben eine gesunde Konkurrenz in der Mannschaft. Jeder bringt sich für das Team ein, das war im Spiel deutlich zusehen“, freute sich Wroblewski. Mit 5:3 Punkten belegt Nordsaar nun den dritten Tabellenplatz. Weiter geht es am 13. Oktober mit dem Heimspiel gegen den TV Niederwürzbach.

Die Tore für die HSG Nordsaar: Jan Hippchen 8, Manuel Schmitt 7/1, Jan Böing, Sebastian Stoll je 5, Michael Paschke, Jonas Hubertus, Lukas Böing je 3, Tobias Hans 2, Jonas Leist 1.