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Gemeinderat
Rasche Beschlüsse im Gemeinderat

 Wie schon im vergangenen Jahr wird die Gemeinde Marpingen auch 2018 ein Gastgeber der Rallye-WM sein.
Wie schon im vergangenen Jahr wird die Gemeinde Marpingen auch 2018 ein Gastgeber der Rallye-WM sein. FOTO: Frank Neu
Marpingen. Bei der Sitzung im Marpinger Rathaus stimmten die Räte unter anderem über eine Rallye-Wertungsprüfung in der Römerstraße ab. Von Sarah Konrad

Politik im Schnelldurchgang. 21 Tagesordnungspunkte in 60 Minuten. Überwiegend einstimmige Beschlüsse. Kaum Wortbeiträge von Mitgliedern. In der Sitzung des Marpinger Gemeinderates am Mittwochabend ging es Schlag auf Schlag. Hier ein Überblick:


- Rallye: Die Gemeinde Marpingen wird auch dieses Jahr wieder ein Gastgeber der Rallye-Weltmeisterschaft sein. Wie schon 2017 waren alle Ratsmitglieder mit einer Wertungsprüfung in der Römerstraße einverstanden. Diese ist für Samstag, 18. August, zwischen 12.48 und 18.20 Uhr geplant. Betroffen sind die Ortsteile Marpingen und Urexweiler. „Wo die Besucherpunkte sein werden, ist derzeit noch offen“, sagte Bürgermeister Volker Weber (SPD). Er sieht die Veranstaltung als gute Gelegenheit, die Gemeinde zu präsentieren. Im vergangenen Jahr hätten vor allem die Vereine davon profitiert. Sie kümmerten sich unter anderem um die Bewirtung der Gäste entlang der Strecke.

- Verkehrskontrolle: Seit 16 Jahren überwacht die Gemeinde Marpingen in eigener Zuständigkeit und mit eigenem Messgerät den Verkehr. In allen anderen Kommunen des Landkreises hat sich bisher die Stadt St. Wendel darum gekümmert. Doch das soll sich jetzt ändern: Ab dem 1. Mai wird die Gemeinde Marpingen auf den innerörtlichen Straßen in den Gemeinden Nonnweiler und Tholey das Tempo kontrollieren. Das haben die Ratsmitglieder einstimmig beschlossen. Grund für die Partnerschaft ist, dass Nonnweiler und Tholey den Verkehr gerne häufiger überwachen möchten. Wegen personeller Engpässe kann die Stadt St. Wendel diesen Wunsch jedoch nicht erfüllen.



- Grüngut: Seit Beginn des Jahres hat sich die Handhabung des Grüngutes im Saarland geändert. Zwar sind die Gemeinden nach wie vor für die Einsammlung zuständig, um den Abtransport und die Verwertung kümmert sich jedoch der  Entsorgungsverband Saar (EVS). Die Gemeinde muss den EVS für diese Leistung bezahlen. Auch die Bürger werden zur Kasse gebeten. Der Marpinger Gemeinderat hat jetzt die Gebühren festgelegt. Die Gebühr für 125 Liter kostet einen Euro. Einen Kofferraum (bis 375 Liter) voller Grüngut abzugeben, kostet zwei Euro. Die Gebühr für einen großen Anhänger (etwa 1000 Liter) liegt bei fünf Euro. Zwar sei es nun teurer, Grüngut abzugeben, sagte Bürgermeister Weber. „Im Vergleich mit den umliegenden Kommunen ist die Gebühr aber ungefähr gleich hoch.“ Er betonte, dass die Gemeinde zudem ihr Service-Angebot ausgeweitet habe. Die Bürger können ihr Grüngut nun zwei Mal in der Woche anliefern, bisher war das nur ein Mal pro Woche möglich.

- Fußweg: In Urexweiler wird es einen neuen Fußweg von der Kirche zum Friedhof geben. Der Gemeinderat hat diese Baumaßnahme für zirka 80 000 Euro einstimmig beschlossen. „Der Friedhof in Urexweiler kann zu Fuß von der Kirche aus nur über einen steilen Feldweg erreicht werden“, sagte Weber. Vor allem ältere und gehbehinderte Menschen hätten daher Probleme an Beerdigungen teilzunehmen. Der neue Weg solle einen möglichst barrierefreien Zugang ermöglichen.