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Schulfest
Marpinger Schule tritt gegen Rassismus und Mobbing ein

Die Gemeinschaftsschule Marpingen ist stolz auf die Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“.
Die Gemeinschaftsschule Marpingen ist stolz auf die Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. FOTO: Stefan Hell
Marpingen. Von Stefan Hell

Mit dem Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ kann sich künftig die Gemeinschaftsschule Marpingen schmücken. Während des Schulfestes übergaben der Koordinator des landesweit aufgelegten Projektes, Erik Harms–Immand, und der für die Aktion als Pate gewonnene Musikkünstler Oku diese Auszeichnung an die Schülervertretung. „Die Würdigung passt in unser Leitbild, das wir gemeinsam entwickelt haben“, erklärte Schulleiterin Petra Brenner-Wolf, „und ist dem Engagement der Schülervertretung zu verdanken“. In der Schule solle sich jeder an- und aufgenommen fühlen: „Soziale Ausrichtung und ein soziales Engagement sind tragende Säulen unseres Schulalltages.“


So sammeln die Schüler seit 2015 Unterschriften gegen Rassismus. Mittlerweile haben sich rund 85 Prozent aller Schüler und Lehrer der Schule daran beteiligt. Seit 2016 unterstützt die Gemeinschaftsschule den gemeinnützigen Verein Jindar, der sich für Frauen einsetzt, denen Gewalt und Folter widerfahren ist.

„Mit der Verleihung dieser Auszeichnung geht die Schule auch eine Selbstverpflichtung ein“, so Landeskoordinator  Harms-Immand. Dabei gehe es um die Bekämpfung rechtsextremistischer Tendenzen, aber auch um den interkulturellen Austausch und die Vermeidung von Diskriminierung und Mobbing unter den Schülern.



Passend zu der  Auszeichnung war auch das Motto „Gemeinsam grenzenlos“, unter das Schüler, Eltern und Lehrer ihr Schulfest gestellt hatten. Der Pop-Chor der Schule unter Leitung von Clemens Bott sorgte für die musikalische Eröffnung der Feierlichkeiten. Schulleiterin Brenner-Wolf dankte vor allem der Elternvertretung, den Eltern und dem eigens für die Veranstaltung gebildeten Orga-Team, ohne deren Engagement dieses Fest nicht möglich gewesen wäre. Neben einer Tombola mit 1450 ausgelobten Preisen präsentierte sich jede Klasse mit einem individuellen Programm und Angebot. Hier konnten  Snacks  genossen oder Gedächtnis- und Geschicklichkeit spielerisch ausgetestet werden. Auch klassenübergreifende Projekte wurden vorgestellt. Die Schule pflegt Partnerschaften mit dem Kinderhaus „Casa de Zezinho“ in Brasilien und der Schule N´ Dolmien im Kongo. Beide Einrichtungen werden durch den Erlös gemeinsamer Aktionen finanziell unterstützt.

Weiter wurde ein neues Schulprojekt gestartet. In Kooperation mit dem Rotary-Club St. Wendel werden künftig an der Gemeinschaftsschule „Brillen für Afrika“ gesammelt. Durch diese Aktion wird hilfsbedürftigen Menschen in der Dritten Welt geholfen, die wegen fehlender Sehhilfen bisher am Erwerbsprozess nicht teilnehmen konnten.