Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:19 Uhr

Lehrpfad des Naturschutzbundes erstrahlt in neuem Glanz

Alsweiler. "Mauris, Mauris, Mauris", schallte es am Sonntagnachmittag aus 34 Kehlen durch das frisch belaubte Gehölz am Schachen in Alsweiler. Dort steht das Alsweiler Schützenhaus. Seit Beginn dieses Monats hat das frisch renovierte Ausflugslokal seine Türen und Sonnenschirme unter neuer Leitung für Besucher geöffnet

Alsweiler. "Mauris, Mauris, Mauris", schallte es am Sonntagnachmittag aus 34 Kehlen durch das frisch belaubte Gehölz am Schachen in Alsweiler. Dort steht das Alsweiler Schützenhaus. Seit Beginn dieses Monats hat das frisch renovierte Ausflugslokal seine Türen und Sonnenschirme unter neuer Leitung für Besucher geöffnet. Und die Mauris, so nennen sich die Messdiener der Pfarrgemeinde St. Mauritius Alsweiler, haben die Wiese neben der Schießbahn für das große Abschlussfest ihres 72-Stunden-Aktionsprojekts hergerichtet. Die Festzelt-Garnituren unter dem noch zartgrünen Dach einiger Laubbäume bieten den zahlreichen Besuchern Sitzgelegenheiten, im kleinen Saal des Schützenhauses wird Kaffee und Kuchen serviert. Kinderschminken gibt es in einem Zelt vor der Tür, wer mag, kann sich dort zu einem Tiger oder Löwen schminken lassen. Solche Untiere gibt es im Alsweiler Wald noch nicht. Zumindest nicht auf dem Waldlehrpfad, den die Alsweiler Messdiener im Rahmen der 72-Stunden-Aktion "Uns schickt der Himmel" wieder in Schuss gebracht haben. Zu dem 72-stündigen Aktionsprojekt hatte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vergangenes Wochenende aufgerufen (wir berichteten). Um wieder auf den eingangs beschriebenen, nennen wir es Gesang der Mauris zurückzukommen: Der war fürs Radio - nicht schön, aber laut. Der größte öffentlich-rechtliche Rundfunksender des Saarlandes, der die 72-Stunden-Aktion mit ständig hin und her sausenden Reporterteams begleitete, brauchte "Action", wenn er seine Mitarbeiter an den Orten des Geschehens live zuschaltete. Nachdem das Mikro ausgeschaltet wurde und der Trubel sich etwas gelegt hat, hat André Gillen, Leiter des Alsweiler Waldlehrpfad-Projekts, Zeit für ein Gespräch. "Die Idee, den sechseinhalb Kilometer langen Waldlehrpfad zu erneuern, kam mir beim Laufen. Denn meine Laufstrecke führt zum Teil über den Lehrpfad", erzählt Gillen. Gemeinsam mit Moritz Neis und Anja Schäfer leitet er die drei Arbeitsgruppen, in die sich die Alsweiler Aktionisten aufgeteilt haben. Zudem ist er im Koordinierungskreis des Gesamtprojekts, "und von daher war recht schnell klar, dass auch die Alsweiler Messdiener sich an der 72-Stunden-Aktion beteiligen". Insgesamt 13 Tafeln, die über verschiedene Lebensräume entlang des am Schützenhaus beginnenden Lehrpfades informieren, haben die Mauris bei der Aktion renoviert. Aufgestellt wurden die Schautafeln seinerzeit vom Ortsrat in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund - 1992 war das. "Im Laufe der Jahre hatte die Witterung den Tafeln ganz schön zugesetzt", berichtet Gillen von den Arbeiten. Bei ihrem Projekt wurden die Alsweiler Messdienern von vielen Menschen unterstützt: In der Werkstatt-Truppe standen Edgar Kreuz, Paul Hoffmann, Josef Becker und Matz Wolter mit Rat und Tat zur Seite, bei den Waldarbeiten machte sich Daniel Hubertus aus Marpingen unverzichtbar. Essen, Trinken, Baumaterialien, Farbe, Rindenmulch und was sonst noch gebraucht wurde, spendierten Alsweiler und Marpinger Bürger und Geschäftsleute. "Wir hatten auch bei den Discountern in Tholey und bei einem großen Kaufhaus in St. Wendel nachgefragt, aber dort war man uns gegenüber weniger hilfsbereit", erzählt Silke Schäfer, die im Vorfeld der Aktion Spenden zusammengetrommelt hatte. tog