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Zirkus
Junge Talente unter der Zirkuskuppel

Atemberaubende Kunststückchen zeigten die frisch gebackenen Zirkus-Kinder mit dem Sprungseil.
Atemberaubende Kunststückchen zeigten die frisch gebackenen Zirkus-Kinder mit dem Sprungseil. FOTO: Jennifer Sick
Alsweiler. Gemeinsam mit dem Circus Zapp-Zarap haben Kinder aus Alsweiler eine Zirkusshow auf die Beine gestellt. Jetzt war die Premiere. Von Jennifer Sick

Wagemutige Artisten, tollpatschige Clowns, fingerfertige Zauberer. All das und noch einiges mehr bekamen Besucher des kommunalen Kinderhorts in Alsweiler am Wochenende geboten. Denn unter dem Motto „Kannst du nicht war gestern“ hatten Kinder und Jugendliche gemeinsam mit dem Circus Zapp-Zarap eine große Zirkusshow auf die Beine gestellt. Und das unter professionellen Bedingungen:


Schon von weitem war das blau-rote Zirkuszelt zu sehen, in dem die Akteure am Samstag zwei ausverkaufte Vorführungen und am Tag davor eine öffentliche Generalprobe veranstalten. „Wir hatten jeweils 350 Besucher für die zwei Vorstellungen und rund 250 Gäste in der Generalprobe“, freute sich Angela Ames vom Jugendbüro Marpingen. Gemeinsam mit der Grundschule Marpingen, der Freiwilligen Ganztagsschule und dem kommunalen Kinderhort in Alsweiler hatte das Jugendbüro die Veranstaltung auf die Beine gestellt. Und das mit viel Vorbereitung. „Schon letztes Jahr im September hat sich ein Orgateam zusammengetan, um den Zirkus auf die Beine zu stellen“, erinnert sich Ames. Mitarbeiter wurden geschult, der Circus Zapp-Zarap als erfahrenen Partner mit an Bord geholt und Kinder eingeladen.

Mitmachen konnte jeder, der Lust dazu hatte, und so fanden sich zu guter Letzt 213  Artisten, die die Zirkusshow zum Leben erweckten. Vor der Show hieß es für die Kinder und Jugendlichen jedoch üben, üben, üben. Eine Woche lang trainierten die Artisten mit dem Circus ZappZarap und den extra dafür geschulten Mitarbeitern im Kinderhort ihre Fähigkeiten. „Erst mal durften die Kinder alles ausprobieren“ erklärte Ames. Es gab Wokrshops zu den unterschiedlichsten Themen, vom Fakir bis zum BMX-Stuntfahrer. Danach konnte jeder sich für eine Gruppe entscheiden. „Es war Freude pur“, erinnert sich Ames an die Zeit. Dabei trainierten die jungen Artisten nicht nur ihre Zirkus- Fähigkeiten, sondern entwickelten auch eine gute Gruppendynamik. „Alle haben sich gegenseitig toll geholfen und so konnten die meisten schon nach ein, zwei Tagen Tricks, die sie vorher nicht beherrschten“, erzählt Ames.



In den Vorstellungen selbst zeigten die jungen Artisten dann ihr Können in einer anderthalb stündigen Show vor Eltern, Großeltern und Freunden. Zauberer ließen Flaschen aus dem Nichts auftauchen, Clowns brachten das Publikum mit ihren Slapstickeinlagen zum Lachen und Akrobaten wagten sich an Leitern in luftige Höhen. Und das war längst nicht alles: Auch Gaukelei, Seifenblasenkunst, Tuchtanz und viele weiter Zirkusnummern hatten die Kinder und Jugendlichen auf die Beine gestellt. Und so staunten die
Besucher, welche Talente da in den
Artisten geschlummert hatten.

Gekonnte Akrobatik gab es in der Manege auch auf zwei Rädern.
Gekonnte Akrobatik gab es in der Manege auch auf zwei Rädern. FOTO: Jennifer Sick