| 20:14 Uhr

Jugendfeuerwehr im Dauereinsatz

Die Jugendfeuerwehren zeigten viel Einsatzfreude. Fotos: SZ
Die Jugendfeuerwehren zeigten viel Einsatzfreude. Fotos: SZ
Marpingen. Die Jugendfeuerwehrmitglieder im Alter von acht bis 16 Jahren mussten von Freitag bis Samstag 24 Stunden Dienst in den Feuerwehrgerätehäusern schieben. Gleich zu Beginn ihrer Schicht mussten die Jungen und Mädchen die technische Ausrüstung der Feuerwehr auf die vollständige Einsatzfähigkeit überprüfen. Viel Zeit blieb der Jugendfeuerwehr Alsweiler nicht

Marpingen. Die Jugendfeuerwehrmitglieder im Alter von acht bis 16 Jahren mussten von Freitag bis Samstag 24 Stunden Dienst in den Feuerwehrgerätehäusern schieben. Gleich zu Beginn ihrer Schicht mussten die Jungen und Mädchen die technische Ausrüstung der Feuerwehr auf die vollständige Einsatzfähigkeit überprüfen. Viel Zeit blieb der Jugendfeuerwehr Alsweiler nicht. Bereits 25 Minuten nach Dienstbeginn wurden die Kids zu einer unklaren Rauchentwicklung nahe der Schule alarmiert. Die unklare Rauchentwicklung entpuppte sich aber als Fehlalarm. Dies sollte jedoch nicht der letzte Einsatz bleiben. Am späteren Abend ging es rund. Im Minutentakt rückten die Jugendfeuerwehrkräfte aus. In Berschweiler brannte ein Hühnerstall, in Urexweiler wurde eine Ölspur beseitig,und in Marpingen brannte die Florianshütte. Bis kurz vor Mitternacht wurde in Berschweiler eine vermisste Person gesucht und gefunden. Lange ausschlafen konnten die Kinder und Jugendlichen in Urexweiler nicht, bereits um 6.35 Uhr wurden sie zu einem Waldbrand gerufen. Um 10.47 Uhr wurde Großalarm ausgelöst. Ein Bauernhof in Marpingen brannte. Alle vier Löschbezirke rückten an. Zwei Personen befanden sich noch in den Gebäuden, mehrere Atemschutztrupps nahmen umgehend die Suche nach ihnen auf. Auf der Suche nach den beiden Personen kämpften sich die Kinder durch verrauchte Räume. Bei einer Sicht von unter einem Meter sicherlich keine einfach Aufgabe. Vor dem Gebäude begannen dazu parallel die Löscharbeiten. Nach einer Stunde war der Großbrand gelöscht. Doch auch nach dem gemeinsamen Mittagessen blieb den Kindern nicht viel Zeit zum entspannen. In Alsweiler knallte ein Pkw in eine Bushaltestelle, in Berschweiler brannte ein Container, die Kinder aus Urexweiler mussten einen unter Wasser stehenden Keller auspumpen, und in Marpingen wurden drei eingeklemmte Personen aus einem verunglückten Fahrzeug mit der Rettungsschere und -spreizer gerettet. Die Jungen und Mädchen arbeiteten insgesamt 28 realistisch dargestellte Einsätze ab. Für die Kinder war es ein Abenteuer, für ihre Ausbilder eine gute Gelegenheit, ihr Wissen an die Nachwuchskräfte weiterzugeben. Auch in der einsatzfreien Zeit wurden wichtige Dinge wie die Vorgehensweise an einem Einsatzort, Handhabung von Leitern oder auch Knoten stechen und legen geübt. Insgesamt haben 75 Personen an der Übung teilgenommen, wegen der guten Resonanz wird die Übung auch 2010 wieder stattfinden. red




Auch die jüngsten Feuerwehrleute waren dabei.
Auch die jüngsten Feuerwehrleute waren dabei.