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Handball
Heidemann trifft auf seine alte Liebe

Marko Heidemann war beim kommenden Gegner lange Zeit Trainer.
Marko Heidemann war beim kommenden Gegner lange Zeit Trainer. FOTO: Horst Klos (Klosfoto) / Horst Klos
Marpingen. Handball-Saarlandligist Nordsaar möchte gegen Illtal II die Trendwende schaffen. Von Frank Faber

Handball-Trainer Marko Heidemann wird von seiner sportlichen Vergangenheit eingeholt. Als Jugendlicher spielte der Linkshänder für den TV Dirmingen, ab 2002 lief er für die HF Illtal auf und trainierte später deren zweite Mannschaft. Seit Saisonbeginn steht Heidemann nun als sportlich Verantwortlicher beim ewigen Illtal-Kontrahenten und Saarlandligisten HSG Nordsaar an der Seitenlinie – und empfängt an diesem Samstag, 17 Uhr, seine Ex-Mannschaft Illtal II in der Marpinger Sporthalle.


„Ob früher Dirmingen gegen Marpingen oder heutzutage Nordsaar gegen Illtal – auf diese Derbys ist jeder Spieler heiß“, weiß Heidemann. Es geht in der nachbarschaftlichen Auseinandersetzung ums Prestige – aber auch noch um viel mehr. Die HSG ist nach drei Niederlagen am Stück mit 10:12 Punkten auf Platz acht abgestürzt und will die Talfahrt stoppen. Der Tabellenvorletzte HF Illtal II hat bislang lediglich vier Pünktchen auf dem Konto.

„Die immer noch vorhandene Verbundenheit zu meinem alten Verein will ich nicht leugnen, doch ich will ungern gegen den Vorletzten verlieren“, sagt der in Marpingen wohnende Heidemann. Er hat sich vor vier Jahren der HSG Nordsaar angeschlossen. Ein Großteil der gegnerischen Spieler wie die Ex-Nordsaar-Akteure Konstantin Menzer und Nico Pulch, Jonas Schiffler und Patrick Zeitz hat Heidemann noch bei Illtal betreut. Auf der anderen Seite waren Jan Hippchen, Sven Guthörl und Björn Schwab auch schon für die Handballfreunde im Einsatz.

An diesem Samstag werden nun aus den einstigen Kumpels für 60 Minuten Kontrahenten. „Alle kennen sich gut, da will jeder ein gutes Spiel zeigen. Wichtig ist für uns, dass die unbedingte Bereitschaft und der Kampfgeist stimmen“, fordert Heidemann von seinen Spielern. Da er alle Akteure aus dem Effeff kennt, hat er einen Vorteil für die HSG ausgemacht. „Illtal hat nicht die größten Spieler, die aus der Distanz auf das Tor werfen können. Unseren Größenvorteil müssen wir mit einer kompakten Abwehrformation ausnutzen“, erklärt der 40-Jährige.

Allerdings muss er sich noch Gedanken machen, wie er zwei personelle Lücken stopft: Für Rückraumspieler Jens Staub (Achillessehnenabriss) ist die Saison gelaufen, Kreisläufer Manuel Schmitt fehlt aus privaten Gründen.