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Handball
Moskitos mit einem Start nach Maß ins neue Jahr

  Trotz der bisweilen beherzt zupackenden Abwehr bekamen die Ottersheimer Spielerinnen die Moskitos (hier Michelle Hartz) nie in den Griff.
Trotz der bisweilen beherzt zupackenden Abwehr bekamen die Ottersheimer Spielerinnen die Moskitos (hier Michelle Hartz) nie in den Griff. FOTO: Klos Horst
Marpingen. Handballerinnen fertigen Ottersheim mit 32:19 ab. Wegmann feiert starkes Comeback. Trainer Hartz hadert nur mit dem Spielplan. Von Frank Faber

Die Handballerinnen des Oberliga-Tabellenführers HSG Marpingen-Alsweiler sind am Sonntag mit einem Kantersieg in die restlichen Spiele der Saison gestartet. Souverän fertigten die Moskitos vor 250 Zuschauern in der Marpinger Sporthalle die HSG Ottersheim mit 32:19 (18:9) ab. „Wir wollten uns über eine gute Abwehrleistung die Sicherheit für die weiteren Spiele holen – und das haben wir gut gemacht“, lobte Trainer Jürgen Hartz seine Mannschaft.


Mit einer starken Carina Kockler im Tor und der wieder genesenen Abwehrchefin Carolin Wegmann kassierten die Moskitos nur 19 Gegentreffer. „Das hat schon gut gepasst, mir fehlt aber noch eins bisschen die Ausdauer“, sagte Wegmann, die nach achtwöchiger Verletzungspause wieder die Defensivreihe dirigierte. Gemeinsam mit Anna Bermann deckte sie Gäste-Kreisläuferin Meike Silaghi weitgehend zu. „Die hatte uns im Hinspiel noch zu viele Tore reingemacht“, meinte Wegmann.

Nur in der Anfangsphase hatten die Moskitos noch ein paar Probleme gehabt. Mehr aber auch nicht. Ab dem 2:2 übernahmen die Gastgeber die Kontrolle. Joline Müller stieg einmal hoch, setzte kurz darauf einen mustergültigen Schlagwurf an – und die Moskitos lagen nach 1:2-Rückstand mit 5:2 in Führung (10. Minute). Gleich dreimal wurde anschließend die treffsichere Bermann in der Nahwurfzone bedient. Danach stand es 8:3.



Ab der 16. Minute erhielt Müller – bis dahin bereits fünffache Torschützin – beim Spielstand von 11:4 Begleitschutz. Das ist mittlerweile Standard und störte den Spielfluss der Moskitos zunächst nicht. Verdient führten die Gastgeberinnen zur Pause mit 18:10. „Die Chancenverwertung geht in Ordnung“, fand Hartz. Lediglich zwei Tempogegenstöße waren in den ersten 30 Minuten nicht im Gästekasten gelandet.

Im zweiten Abschnitt nutzte Hartz die Gelegenheit, allen Akteurinnen Spielpraxis zu geben. Einen Hänger von sieben Minuten ohne Torerfolg beendete Nachwuchsspielerin Michelle Reis mit dem krachenden Einschlag zum 23:14. Der Rest war Formsache. In der Schlussphase schraubten Michelle Hartz, Denise Jung und Maike Lehnen das Endergebnis auf 32:19 hoch.

Die Moskitos haben an der Tabellenspitze weiterhin einen Punkt mehr auf dem Konto als der Zweite HSG Hunsrück, der Mundenheim mit 38:21 besiegte. Allerdings kann sich Moskitos-Trainer Hartz mit der unglücklichen Spielplangestaltung nicht anfreunden. Denn nun legt die Oberliga erneut eine Spielpause ein. Für die HSG geht es erst wieder am 9. Februar auswärts bei der TG Waldsee weiter. „Da hätte man doch gleich noch drei Wochen mit dem Wiederbeginn der gesamten Spielrunde warten können. So ist doch kein Rhythmus reinzukriegen“, bemängelt er. Die spielfreien Wochenenden will er mit Testbegegnungen überbrücken.

Die Tore für Marpingen-Alsweiler: Anna Bermann, Joline Müller je 7, Denise Jung, Michelle Reis je 4, Solveig Petrak 3/1, Lara Hanslik, Maike Lehnen je 2, Michelle Hartz 2/1, Carolin Wegmann 1.