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Handball-Oberliga
Moskitos sind trotz Aderlass angriffslustig

Schmerzhaft: Neuzugang Joline Müller (Zweite von rechts) verletzte sich beim Moskito-Cup Anfang August am Ellenbogen. Ihr Ausfall wiegt schwer, weil sie als Führungsspielerin agieren und die jungen Spielerinnen leiten sollte.
Schmerzhaft: Neuzugang Joline Müller (Zweite von rechts) verletzte sich beim Moskito-Cup Anfang August am Ellenbogen. Ihr Ausfall wiegt schwer, weil sie als Führungsspielerin agieren und die jungen Spielerinnen leiten sollte. FOTO: Meisberger
Marpingen. Am Sonntag starten die Handballerinnen der HSG Marpingen/Alsweiler in die neue Oberliga-Saison – nicht ganz ohne Sorgen. Es gab einige Abgänge und verletzungsbedingte Ausfälle. Dennoch hat Trainer Jürgen Hartz viel vor Von Frank Faber

In seinem dritten Trainerjahr beim Frauenhandball-Oberligisten HSG Marpingen-Alsweiler will Jürgen Hartz den nächsten Schritt nach vorne machen. „Wir wollen besser dastehen als in der Vorsaison“, formuliert der 51-jährige Übungsleiter als Saisonziel. Damals belegte seine Mannschaft am Ende Platz fünf.


Zum Auftakt in die Spielrunde 2018/19 treffen die Moskitos an diesem Sonntag, 16 Uhr, in der Marpinger Sporthalle auf den SV Zweibrücken. „Nach eigener Aussage will Zweibrücken die bestplatzierte saarländische Mannschaft in der Oberliga werden“, weiß Hartz um die Stärke des pfälzischen Dauerrivalen, der dem Handballverband Saar angehört.

Verzichten müssen die Moskitos zum Start auf Neuzugang Joline Müller. Beim eigenen Vorbereitungsturnier brach sie sich das Radiusköpfchen am Ellenbogen. „Sicherlich war das ein Schock für uns alle“, meint Hartz. Denn die Rolle der ehemaligen Zweitliga-Akteurin ist klar definiert. „Joline soll auf dem Feld als Führungsspielerin fungieren und durch ihre Erfahrung die jungen Spielerinnen weiter nach vorne bringen“, sagt Hartz.



Mit Nadine Klein (Schambeinverletzung) und Maike Lehnen (Thrombose) fallen zwei weitere erfahrene Spielerinnen aus. Zudem stehen Steffi Holz (Babypause), Sara Urhahn (erneute Knieoperation) sowie Lisa Meier, die ihre Laufbahn wegen Krankheit beenden musste, nicht zur Verfügung. „Das wäre doch eine klasse Startaufstellung gewesen“, trauert der Trainer den Ausfällen nach.

Den Aderlass will er mit begabten Nachwuchsspielerinnen aus dem Perspektivkader auffangen. So sind Michelle Reis (Rückraum), Seline Kunrath, Jana Korn (beide Rechtsaußen) und Johanna Brennauer (Linksaußen) in den Moskitos-Schwarm aufgenommen worden. „Für einen Trainer lohnt sich jede Minute, sich mit ihnen zu beschäftigen. Alle vier sind mit der höheren Belastung gut klargekommen“, lobt Hartz die Neuzugänge. Er ist optimistisch, dass er mit seinem Aufgebot eine gute Konkurrenzsituation innerhalb der Mannschaft geschaffen hat. „Wir haben uns weiterentwickelt und wollen in der Oberliga Akzente setzen“, so der Trainer. Die Spielklasse insgesamt, da ist sich Hartz sicher, habe enorm an Qualität dazugewonnen. Der HSG Hunsrück, dem TV Bassenheim und Drittliga-Absteiger SG Ottersheim traut er viel zu, unweit davon will er mit den Moskitos landen. „Zunächst will ich aber mein erstes Saisonauftaktspiel als Moskitos-Trainer gewinnen, in den vergangenen beiden Jahren haben wir da jeweils verloren“, so Hartz.