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Handball
Wiedersehen mit dem Gute-Laune-Bär

  Miodrag Jelicic ist seit kurzem Trainer des TuS Elm-Sprengen – und ein alter Bekannter.  Foto: Wieck
Miodrag Jelicic ist seit kurzem Trainer des TuS Elm-Sprengen – und ein alter Bekannter. Foto: Wieck FOTO: Wieck / Thomas Wieck
Marpingen. Handball-Saarlandliga: Nordsaar empfängt Schlusslicht Elm-Sprengen und deren neuen Trainer Miodrag Jelicic. Von Frank Faber

An diesem Samstag, 20 Uhr, trifft Handball-Saarlandligist HSG Nordsaar in der Marpinger Sporthalle auf Schlusslicht TuS Elm-Sprengen. Für das HSG-Trainerduo Krzysztof Wroblewski und Marko Heidemann wird es ein Wiedersehen mit einem Gute-Laune-Bär aus gemeinsamen Handballschlachten in der Eppelborner Hellberghalle. Denn seit Januar trainiert ihr ehemaliger Illtal-Mannschaftskollege Miodrag „Miki“ Jelicic den Tabellenletzten.


„Miki war immer ein lustiges Kerlchen, es gab keinen Tag, an dem er einmal schlecht gelaunt war“, charakterisiert Heidemann seinen früheren Mitspieler. In der Regionalligasaison 2005/2006 kam der Kroate vom Liga-Konkurrenten VTZ Saarpfalz nach Illtal. Wroblewski war Spielertrainer, Heidemann spielte auf der Rechtsaußenposition. „Miki war mit seinem Körpergewicht am Kreis für das Platzmachen zuständig“, scherzt Heidemann. Denn besonders im Nahkampf konnte sich Jelicic durchsetzen.

Kein Wunder. In seiner kroatischen Heimat hatte er es bis in die Wasserball-Nationalmannschaft geschafft – erst im Alter von 15 Jahren nahm in der trockenen Halle den Ball in die Hand. Mit Illtal spielte das Trio seinerzeit in der Regionalliga Südwest. „Es war eine tolle Zeit“, erinnert sich Heidemann.



2009 verließ Jelicic dann die HF Illtal und wechselte nach Völklingen. Auch für Wroblewski war in der Hellberghalle Schluss. Er übernahm die Marpinger Moskitos – und deren Trainer Peter Monz im Tausch seinen Posten bei Illtal.

In der aktuellen Spielzeit saß der 45-jährige Jelicic zunächst bei den Oberliga-Handballerinnen des HSV Püttlingen auf der Bank, ehe er im November entlassen wurde. Der TuS Elm-Sprengen hatte sich in der Winterpause vom ehemaligen Marpinger Vorzeigehandballer Marco Recktenwald als Trainer getrennt und den Kroaten als Nachfolger installiert. Zählbares hat er noch nicht eingefahren. „Das soll auch vorerst so bleiben. Eine Niederlage bei uns wird Miki verschmerzen können“, sagt Heidemann. Nach der 20:22-Niederlage in Merchweiler will die HSG Nordsaar wieder in die Erfolgsspur und in der Tabelle weiter vorne kommen. „Als Vierter haben wir drei Punkte Rückstand auf die Spitze und da ist ein Sieg gegen den Tabellenletzten Pflicht“, fordert Wroblewski.