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Erste Niederlage der neuen Trainer

Marpingen. Samstagabend kurz nach 21 Uhr in der Marpinger Sporthalle: Noch 33 Sekunden sind in der Regionalliga-Partie zwischen den Handball-Damen der DJK Marpingen und der Bundesliga-Reserve des Thüringer HC zu spielen, und die Heimmannschaft liegt mit 28:29 im Hintertreffen. Ballbesitz für die Moskitos - und Trainer Manfred Wegmann zieht die Grüne Karte mit dem schwarzen T darauf Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Grim

Marpingen. Samstagabend kurz nach 21 Uhr in der Marpinger Sporthalle: Noch 33 Sekunden sind in der Regionalliga-Partie zwischen den Handball-Damen der DJK Marpingen und der Bundesliga-Reserve des Thüringer HC zu spielen, und die Heimmannschaft liegt mit 28:29 im Hintertreffen. Ballbesitz für die Moskitos - und Trainer Manfred Wegmann zieht die Grüne Karte mit dem schwarzen T darauf. Time-out, Auszeit. Die Moskitos bilden einen Kreis um ihren Trainer. Der feuert seine Schützlinge, die den Zuschauern in der vollbesetzen Halle einen großen Kampf geliefert haben, noch einmal an: Konzentriert müssen sie jetzt bleiben. Aber es gilt auch, zeitnah den Abschluss zu suchen, um sich selbst für den betriebenen Aufwand zu belohnen.Der Pfiff bleibt aus Der verabredete Spielzug klappt, Nadine Klein kommt auf der Linksaußen-Position in Ballbesitz und geht aufs Tor. Doch im Flug bekommt sie einen Stoß - der Ball geht knapp am langen Pfosten vorbei. Auf einen Pfiff des Schiedsrichter-Gespanns hoffen die Marpinger Akteure und ihre Fans vergebens. Vergeben ist damit auch die Chance zum Ausgleich. Die Schluss-Sirene ertönt und das letzte Heimspiel der aktuellen Spielzeit endet mit einer Niederlage. Es ist die erste der DJK unter dem Trainer-Gespann Manfred Wegmann/Daniela Jung. "Dieses Spiel haben wir nicht in der Schlussphase verloren, sondern in den ersten Minuten", analysiert Moskitos-Trainer Wegmann. Ehe sich die Moskitos versahen, hatten sie nach gespielten zwei Minuten und 57 Sekunden mit 0:3 zurückgelegen. "Dadurch mussten wir fast das ganze Spiel hindurch einem Rückstand hinterherlaufen, was unheimlich viel Kraft gekostet hat", sagt Wegmann. Wenn die Moskitos dann mal den Ausgleich schafften oder sogar in Führung gingen, mussten sie einen Gang zurückschalten und verschnaufen, statt weiter Druck aufzubauen. Mit dem Einsatzwillen ihrer Moskitos war auch Nadine Klein zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. "Eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen, aber der letzte Ball ging halt leider nicht rein", grämte sich die 23-Jährige noch Minuten nach dem Spiel. Entscheidend für die Niederlage sei aber gewesen, "dass uns bei jeder Aktion zehn Prozent gefehlt haben. Wir hatten heute im Aufbauspiel überhaupt keine Pass-Sicherheit." Abschied von den MoskitosSo sah das auch Eva Hinsberger, die aus beruflichen Gründen mit Handball aufhört und sich am Samstag nach mehr als 20 Jahren von der DJK Marpingen verabschiedete. "Vor dem Spiel habe ich mir darüber gar keine Gedanken gemacht, irgendwie habe ich das verdrängt. Aber so langsam wird mir jetzt bewusst, dass es das war. Ist irgendwie schon ein komisches Gefühl", gewährte die 29-Jährige Einblick in ihr Gefühlsleben. Auch Conny Scherf und Kerstin Karp verlassen die Moskitos. Ihren letzten Einsatz für die DJK Marpingen absolvieren die drei kommendes Wochenende in Reichensachsen.