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Ein Sieg, der lange auf der Kippe stand

Marpingen. Die Tore von Lisa Meier brachten die Moskitos zurück, zwei Alleingänge von Sara Urhahn entschieden die Partie: Mit einer Willensleistung besiegten die Frauen von Handball-Oberligist HSG Marpingen-Alsweiler die FSG Mainz/Budenheim II zu Hause mit 24:21. Frank Faber

Nach dem Abpfiff strahlten die Handballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler wie eine leuchtende Weihnachtsdekoration. Mit einer Willensleistung hatten die Moskitos die FSG Mainz/Budenheim II am Samstag mit 24:21 (10:13) niedergerungen. "Für diesen Sieg hat die Mannschaft unheimlich gekämpft", freute sich Trainer Thorsten Hell über einen gelungenen Abschluss der Hinrunde.

Allerdings stand das angepeilte Erfolgserlebnis bis zur 55. Minute auf der Kippe. Durch zwei Alleingänge von Sara Urhahn binnen 60 Sekunden setzte sich die HSG dann auf 23:21 ab, Nathalie Buschmann machte mit dem 24. Treffer den Sack zu. "Insgesamt haben wir uns den Sieg über eine gute Abwehrleistung erarbeitet", resümierte der Trainer.

Vom Auftritt im Angriff war der 41-Jährige über eine lange Strecke der Partie nicht angetan. Nach der 5:3-Führung (16. Minute) agierte sein Team im Vorwärtsgang zusehends hilflos gegen die offensive Abwehrformation der FSG. "Wir haben nur aus dem Stand gespielt und die Abwehr nicht unter Druck gesetzt", kritisierte Hell. Mit daraus resultierenden Notwürfen und eklatanten individuellen Patzern luden die Moskitos ihre Gäste zu Kontertoren ein. Der hervorragend haltenden Torfrau Giulia Wilhelmi was es zu verdanken, dass die Moskitos beim Halbzeitpfiff nur mit 10:13 hinten lagen.

Hells Gardinenpredigt in der Kabine wirkte, und durch die Wurfkraft von Rückraumspielerin Lisa Meier glichen die Moskitos zum 15:15 (43. Minute) und 18:18 (51. Minute) aus. "Lisa hat uns nach dem Wechsel mit fünf Toren aus dem Loch rausgeholt", lobte Hell. Zudem machte die eingewechselte Carina Kockler zwischen den Pfosten da weiter, womit ihre Vorgängerin Wilhelmi aufgehört hat. "Nur acht Gegentore in Hälfte zwei, damit haben wir Mainz letztlich den K.o. verpasst", sagte der Übungsleiter.

Mit nun 15:11 Punkten belegt die HSG nach der Hinrunde den siebten Tabellenplatz, liegt zwei Punkte hinter Platz drei. "Bis Anfang Januar legen wir eine Trainingspause ein, dann bereiten wir uns auf die Rückserie vor", sagt Hell zu seiner Planung. Moskitos-Manager Reimund Klein will bis zum Rückrundenstart die Personalplanung für die Spielzeit 16/17 vorantreiben. Am 16. Januar geht es für die Moskitos mit der Heimaufgabe gegen die VTV Mundenheim weiter.

Die Tore für die HSG; Lisa Meier (7/2), Anna Bermann (5/1), Sara Urhahn, Lara Hanslik (je 3), Steffi Schreier, Nadine Klein (je 2), Nathalie Buschmann, Carolin Wegmann (je 1).