| 20:41 Uhr

Handball
Der Siegtreffer zählt nicht

Marpingen. Handball-Oberliga: Ersatzgeschwächte Moskitos erkämpfen ein Remis gegen Osthofen. Von Frank Faber

Die Zuschauer auf der Tribüne der Marpinger Sporthalle drückten die Daumen und hielten den Atem an: 20 Sekunden Restspielzeit zeigte die Uhr an. Ballbesitz für die Moskitos beim Spielstand von 22:22. Trainer Jürgen Hartz instruierte seine Spielerinnen im Oberliga-Duell mit der TG Osthofen in einer letzten Auszeit mit dem abschließenden Angriffszug. Und der passte. Der Transport der Kugel gelang, und zwei Sekunden vor dem Abpfiff zappelte der Wurf von Linkshänderin Lara Hanslik im Netz. Jubel in der Halle, aber die Unparteiischen signalisierten, dass Hanslik beim Wurf den Kreis betreten hatte. So trennte sich Handball-Oberligist HSG Marpingen-Alsweiler mit einem 22:22 (10:10)-Remis vom Liga-Siebten TG Osthofen.


„Das Unentschieden ist gerecht“, fand Trainer Hartz nach dem Abpfiff. Mit der A-Jugend-Akteurin Jennifer Reis und den erfahrenen Christine Lezaud und Marina Bleimehl aus der zweiten Mannschaft hatte der Übungsleiter seine Personalabteilung auffüllen müssen. „Sie haben das sehr gut gemacht. Wegen der Krankheitsmisere war ich froh, dass wir überhaupt jemand auf der Ersatzbank hatten“, meinte Hartz.

Sein eingespieltes Stammpersonal fand gut in die Partie und führte 5:1 und 6:2 (9. Minute). „Dann kamen ein paar Fehler rein, die hat Osthofen clever ausgenutzt“, so Hartz. Die Gäste glichen aus und trafen mit der Halbzeitsirene zum 10:10. Ab der 40. Minute wurden die Gesten von Hartz an der Seitenlinie intensiver. Die Moskitos bauten zu viele technische Schnitzer ein, der Spielrhythmus war verpufft und die konterstarken Gästezogen auf 20:17 (52.) davon. „Die Mädels haben auf den Rückstand aber gut reagiert, in der Schlussphase hat es gepasst“, meinte Hartz.



Seine Tochter Michelle und zweimal Nadine Klein brachten die Moskitos auf 21:22 heran. 90 Sekunden vor Ende übernahm Rückraumspielerin Marie Kiefer die Verantwortung und traf zum 22:22. Dabei blieb es. „Auch mit einem dezimierten Aufgebot sind wir Lage, gegen einen Gegner aus dem vorderen Drittel zu bestehen“, stellte der Übungsleiter zufrieden fest.

Mit 23:15 Punkten belegt die HSG weiter Platz vier. „Durch den Punktgewinn können wir in den restlichen sieben Spielen noch um Platz drei mitspielen“, blickte Hartz voraus. Am 3. März geht es zum Tabellendritten Bassenheim (24:12 Punkte).

Die Tore der Moskitos: Michelle Hartz 5, Lara Hanslik 5/2, Marie Kiefer, Christine Lezaud je 3, Marina Bleimehl, Nadine Klein je 2, Maike Lehnen, Anna Bermann je 1.