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Handball
Das Donnerwetter in der Pause hilft

Marpingen. Die HSG Nordsaar besiegt Schlusslicht Saarpfalz dank furioser zweiter Halbzeit. Von Frank Faber

Handball-Saarlandligist HSG Nordsaar hat in einem Heimspiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten Tabellen-Schlusslicht VTZ Saarpfalz II mit 26:18 (7:12) besiegt. Über den Auftritt und die Einstellung seiner Akteure im ersten Abschnitt war HSG-Trainer Marko Heidemann richtig sauer. „Wir haben all das gemacht, was wir nicht machen wollten“, bemängelte er.


Fast alles misslang bei den mühsamen Angriffsversuchen. Die logische Konsequenz: verlorene Bälle, riskante Anspiele, gescheiterte Gegenstöße und unvorbereitete Abschluss-Versuche. Zudem schaute die Abwehrformation den Gegenspielern oftmals nur zu. So zog der noch sieglose Liga-Neuling nach dem 5:5 (11. Minute) bis zum beim Seitenwechsel auf 12:7 davon. „In der Kabine gab es kleines Gewitter“, beschrieb Heidemann seine lautstarke Kabinenpredigt.

Und die zeigte Wirkung: Direkt nach Wiederanpfiff ging Co-Trainer Michael Paschke voran und versenkte einen Siebenmeter zum 8:12. Und plötzlich war ein ganz anderer Zug im Spiel der HSG. Der Angriff agierte entschlossen, durch erhöhten Einsatz kam die Defensivabteilung zu Ballgewinnen – und die daraus resultierenden Tempogegenstöße wurden erfolgreich im Saarpfalz-Kasten untergebracht. Innerhalb von sechs Minuten glich Nordsaar nach dem 8:13 zum 13:13 (39. Minute) aus.

„Wir haben zwei Gänge hochgeschaltet, das war auch dringend notwendig“, erklärte Heidemann. Dem gewaltigen Leistungssprung seiner Spieler hatte der nun verunsichert wirkende Abstiegskandidat nur noch wenig entgegenzusetzen. Jan Böing und Joshua Wolf erzielte die 15:13-Führung. „Separat betrachtet bin ich mit der zweiten Halbzeit zufrieden“, sagte der Übungsleiter.

Über 20:16 (52. Minute) zog die HSG mühelos zum 26:18-Endresultat davon. „In unserer personellen Situation zählen nur die Punkte“, stellte der 40-Jährige fest. 16:16 Zähler stehen in der schiefen Tabelle nun auf dem Konto des Sechsten.



„Wir sind jetzt froh über die zweiwöchige Spielpause, vielleicht kommt der eine oder andere Spieler nach seiner Verletzung wieder zurück“, hofft Heidemann. Für die HSG geht es am Freitag, 16. Februar, mit der Auswärtsaufgabe beim Siebten HG Saarlouis II (15:13 Punkte) weiter.

Die Tore für die HSG Nordsaar: Joshua Wolf 6, Manuel Schmitt, Jan Hippchen je 5, Michael Paschke 4/2, Jonas Hubertus, Jannik Gundert je 2, Lukas Böing, Jan Böing je 1.