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Leserbeitrag
Buntes Treiben am winterlichen Vogelhaus

Ein Buntspecht labt sich an Meisenknödeln und lässt sich durch einen Feldsperling nicht irritieren.
Ein Buntspecht labt sich an Meisenknödeln und lässt sich durch einen Feldsperling nicht irritieren. FOTO: Klaus Feucht
Urexweiler. () Eine schöne Momentaufnahme ist Klaus Feucht aus Urexweiler gelungen. Bei Regenwetter, wie er schreibt. „Das Buntspechtmännchen ist nass bis auf die Haut, die Federn wirken wie verklebt“, berichtet Feucht. Er geht davon aus, dass es nagender Hunger war, der den Specht dazu trieb, das Futterhäuschen in seinem Garten aufzusuchen. Die dort hängenden Meisenknödel wirkten offenbar verlockend auf den bunten Vogel. „Was man auf dem Foto nicht sehen kann: Immer wieder hackt er mit seinem spitzen Schnabel auf den Knödel, der dabei natürlich ausweicht, aber mit seinen kurzen kräftigen Hieben kann er doch das herausholen, was ihm schmeckt“, berichtet der Tierfreund und stellt die Frage: „Ob er sich in dieser Zeit hauptsächlich davon ernährt? Ob er vielleicht in der Natur nicht mehr genug Maden und Larven findet?“

Jedenfalls scheint es dem Specht zu schmecken. Denn er komme sehr oft vorbei, „mehrmals am Tag, landet dann erst einmal auf der Holzbohle, pickt ein wenig auf ihr herum und schlüpft dann von hinten zur geschätzten Mahlzeit“.



Meist werde das Futterhäuschen von Meisen besucht, hauptsächlich Kohl- und Blaumeisen, zunehmend flatterten aber auch Feldsperlinge herbei. Der Sperling rechts auf dem Foto muss, so vermutet Feucht, zunächst den Eindruck haben, dass die Landebahn frei und die Tafel zugänglich ist. Was man auf dem Foto nicht sehen kann, erzählt der Urexweiler: „Als der Feldsperling den größeren und Respekt einflößenden Buntspecht sieht, ist er irritiert und getraut sich nicht mehr zu landen, er startet durch, und mit schwungvollem Bogen sucht er das Weite.“

Den Buntspecht scheint das nicht berührt zu haben. „Unbekümmert setzt er seine Mahlzeit fort. Bis er schließlich mit kräftigem Flügelschlag davon flattert.“