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Dreiste Betrugsmasche in Marpingen
Rentnerpaar lässt aufdringliche Gauner abblitzen

 Am Telefon und per Post haben Betrüger versucht, ein Rentnerehepaar abzuzocken. (Symbolbild)
Am Telefon und per Post haben Betrüger versucht, ein Rentnerehepaar abzuzocken. (Symbolbild) FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd
Marpingen . Per Post und am Telefon wollten Betrüger zwei Marpinger mürbe machen und dazu bringen, ihnen mehrere 100 Euro zu überweisen. Die Unbekannten hatten aber keine Chance. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Betrüger haben nicht locker gelassen. Immer wieder kontaktierten sie ein Ehepaar in Marpingen. Damit versuchten sie, an das Geld der Rentner zu gelangen – bissen allerdings auf Granit.


Ominöses Dauer-Gewinnspiel

Wie ein Pressesprecher der St. Wendeler Polizei berichtet, nahm der ganze Zinnober ab Anfang Februar seinen Lauf, ausgelöst mit einem offensichtlich fingierten Schreiben eines erfundenen Finanzmanagements. Die 78 Jahre alte Frau und ihr Mann (83) sollten wegen einer regelmäßig wiederkehrenden Gewinnspielteilnahme 200 Euro berappen. Um das Geld zu überweisen, war die Kontonummer einer polnischen Bank angegeben. Das das Seniorenpaar aber nie an solch einem Abonnementspiel teilgenommen hatte, sahen sie überhaupt nicht ein zu zahlen.



Permanent per Telefon belästigt

Um die Sache zu klären, riefen sie unter der im Brief angegebenen Telefonnummer an, erreichten aber niemanden. Doch damit hatten die Betrüger nun den Anschluss ihrer auserkorenen Opfer. Und die Abzocker nutzten dies aus: Mehrmals am Tag riefen Unbekannte bei den Marpingern an. Die Anrufer forderten weiterhin Geld und bedrohten das Paar sogar, falls sie keins locker machen. Dann würde eben monatlich einfach von dem saarländischen Konto abgebucht.

Drohung, dritter Teil

Die Täter setzten noch eins drauf: Sie schickten einen Nachnahmebrief und forderten darin 150 Euro, um das Paar aus der Glücksspielliste zu löschen. Jetzt wurde es den beiden zu bunt, und sie schalteten die Ermittler ein.

Besonders hartnäckige Täter

Dem Sprecher der St. Wendeler Dienststelle sind solche Betrugsmaschen bekannt, allerdings die Hartnäckigkeit wundere ihn schon. Nach seinen Erfahrungen agieren solche Banden meistens vom Ausland aus und sind deswegen beschwerlich aufzuspüren.

Informationen dazu, sich vor solchen Gangstern zu schützen, bietet die Polizei auch im Internet:

www.polizei-beratung.de