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Heimatverein gedenkt Gerd Weber

St. Wendel. Das von ihm Jahr für Jahr gründlich ausgearbeitete Veranstaltungsprogramm begann im Januar mit dem vor fast 30 Jahren durch Gerd Weber ins Leben gerufenen Krippeneselfest, für das er immer ein Mitglied oder eine externe Persönlichkeit für den Eselsvortrag gewann

St. Wendel. Das von ihm Jahr für Jahr gründlich ausgearbeitete Veranstaltungsprogramm begann im Januar mit dem vor fast 30 Jahren durch Gerd Weber ins Leben gerufenen Krippeneselfest, für das er immer ein Mitglied oder eine externe Persönlichkeit für den Eselsvortrag gewann. Die von Gerd Weber gemeinsam mit dem Vorstand ausgesuchten und durchgeführten Halb- und Ganztagesausflüge in die nähere Umgebung und auch über die Landesgrenzen hinaus sind allen Altstadtfreunden und Nichtmitgliedern in guter Erinnerung. Das heimatliche Brauchtum zu bewahren und zu pflegen lag ihm am Herzen. So lud er die Altstadtfreunde und Mitbürger ins historische "Dreieck" der Stadt ein, um mit Chören und Wortbeiträgen unter dem Motto "Mit Sang und Klang in den Mai" den Frühling zu begrüßen. Der Arbeitskreis für Stadtgeschichte war sein "Flaggschiff" unter den Veranstaltungen. Hier konnte er sein Wissen als Historiker, Oberstudienrat und Diplom-Pädagoge einbringen. Unter seiner Leitung wurden einmal im Monat an einem Sonntagmorgen im Café Lerner mit geschichtsinteressierten Bürgern Themen aus der Vergangenheit referiert und diskutiert. Auf seine Initiative ging auch das jährliche Treffen der Geschichtsvereine des Westrichs zurück, das mal im französischen Grenzland Elsass-Lothringen, mal im Saarland oder in Rheinland-Pfalz stattfand. Es war ihm ein Anliegen, das Geschichtsbewusstsein auch über die Landesgrenzen hinaus zu bewahren und immer wieder in Erinnerung zu rufen. Auch der Gedankenaustausch in der seit 25 Jahren bestehenden und von Gerd Weber initiierten Arbeitsgemeinschaft der St. Wendeler Heimatvereine diente der Information und der gegenseitigen Wertschätzung. Mit dem Ökumenischen Advent in der katholischen und evangelischen Pfarrei endete das abwechslungsreiche Jahresprogramm des Heimatvereins. Damit verbunden war immer eine Spendenaktion zugunsten karitativer Einrichtungen, worin sich Gerd Webers soziales Engagement spiegelte. red