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| 20:33 Uhr

Kirche
Zwei Stunden im Gespräch mit Bischof Ackermann

Bischof Stephan Ackermann.
Bischof Stephan Ackermann. FOTO: Harald Tittel / dpa
Freisen.

Die Geschehnisse der Vergangenheit zu reflektieren und miteinander in die Zukunft zu blicken: Das sind die Anliegen eines Gesprächs zwischen Bischof Stephan Ackermann, Vertretern der Gremien der Pfarreiengemeinschaft Freisen-Oberkirchen und den Ortsvorstehern von Freisen und Oberkirchen am Mittwoch gewesen. Für das Pastoralteam war Kooperator Peter Schwan dabei; Pfarrer Hanno Schmitt war krankheitsbedingt verhindert. Das Dekanat St. Wendel war durch seinen Leiter Pfarrer Stefan End und Dekanatsreferent Arnold Orth vertreten.
Die Situation in der Pfarreiengemeinschaft ist seit Jahren belastet durch Auseinandersetzungen, die sich infolge eines Missbrauchsverdachts gegen den früheren Pfarrer von Freisen verschärft hatten. So heißt es in einer Pressemitteilung der Bischöflichen Pressestelle Trier.  Da sich der Verdacht nach einer  Voruntersuchung des Bistums erhärtet hatte, wird derzeit gegen den früheren Freisener Pfarrer ein Strafverfahren am kirchlichen Gericht des Erzbistums Köln eingeleitet wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs.
In dem gut zweistündigen Gespräch tauschte sich die Delegation aus der Pfarreiengemeinschaft Freisen-Oberkirchen mit dem Trierer Bischof, dem für das Saarland zuständigen Weihbischof Robert Brahm und dem stellvertretenden Priesterreferenten Ulrich Stinner über ihre Wahrnehmungen und Erfahrungen der Situation vor Ort aus. Die beiden Bischöfe und Priesterreferent Stinner gaben Einblicke in die Vorgehensweise des Bistums.
Am Ende waren sich die Gesprächspartner einig, dass es nun gelte, Wege zu eröffnen, um die Pfarreiengemeinschaft zusammenzuführen. Verabredet wurde ein Besuch von Bischof Ackermann in der Pfarreiengemeinschaft. Über Zeitpunkt und Gestaltung werden die Gremien der Pfarreiengemeinschaft ebenso wie die zuständigen Personen im Bistum beraten. „Ich bin sicher, dass wir eine gute, miteinander abgestimmte Form finden werden“, zeigte sich Ackermann zuversichtlich.