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Explosiver Fund bei Bauarbeiten
Zwei Bomben in zwei Tagen gefunden

FOTO: Bernd Mai/US-Army
Baumholder. US-Standort in Baumholder ist teilweise evakuiert. Von Melanie Mai

Alles andere als ruhige Zeiten erleben derzeit die Soldaten und Beschäftigten auf dem US-Standort im rheinland-pfälzischen Baumholder (Landkreis Birkenfeld). Nachdem sie sich bereits am Mittwoch in Sicherheit bringen sollten, weil bei Bauarbeiten nahe des Minick-Fields eine Bombe gefunden worden war, wiederholte sich dieses Szenario am Donnerstagmorgen: In der Nähe des ersten Fundes tauchte eine zweite Bombe auf. Laut Mitteilung der US-Army im Internet stammen die Fliegerbomben aus dem  Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich um amerikanische Fliegerbomben des Typs „GP 250 Pound“, also etwa 113 Kilo schwer. Wie schon am Mittwoch wurde das Gelände 600 Meter um den Fundort herum evakuiert. Die Bauarbeiter, die derzeit die Heizungsrohre erneuern, haben vorläufig ihre Arbeit eingestellt. Sie hatten die Bomben entdeckt. Beim Graben waren sie auf Metall gestoßen. Bei genauerem Hinsehen erkannten sie die Bombe und informierten die Military Police (MP). Der amerikanische Kampfmittelräumdienst sicherte auch am Donnerstag mit Unterstützung zweier Männer vom deutschen Kampfmittelräumdienst in Koblenz die Bombe. Anschließend wurde diese zum Truppenübungsplatz gebracht und kontrolliert von den US-Streikräften gesprengt. Währenddessen warteten oder arbeiteten die evakuierten Mitarbeiter an Sammelstellen in der Nähe des Supermarktes und des Rheinlander-Clubs.


Beim ersten Bombenfund am Mittwoch sah es eine Weile sogar danach aus, dass einige Soldaten außerhalb des Standorts untergebracht werden müssten. Bernd Alsfasser, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, hatte spontan das Lager Aulenbach angeboten. Allerdings gab es gegen 22 Uhr Entwarnung; die in der Hall of Champions untergebrachten Soldaten konnten in ihre Häuser zurück. Bei der US-Army in Baumholder arbeiten etwa 50 Zivilbeschäftigte aus dem Saarland, die meisten davon kommen aus dem Landkreis St. Wendel.