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| 20:15 Uhr

Wild-West-Stimmung in Freisen

Freisen. Die Sonne bricht sich funkelnd in einem Sheriffstern, dazu erklingen Trommeln und das Geklapper von Pferdehufen. Ein Indianer mit Federschmuck grüßt freundlich und geht seines Weges. Überall sind Tipis und Zelte aufgebaut. Dazwischen laufen Männer mit Fellmützen und Damen mit weißen Häubchen als Kopfbedeckung herum Von SZ-Mitarbeiterin Evelyn Schneider

Freisen. Die Sonne bricht sich funkelnd in einem Sheriffstern, dazu erklingen Trommeln und das Geklapper von Pferdehufen. Ein Indianer mit Federschmuck grüßt freundlich und geht seines Weges. Überall sind Tipis und Zelte aufgebaut. Dazwischen laufen Männer mit Fellmützen und Damen mit weißen Häubchen als Kopfbedeckung herum. Beim Betreten der Festwiese neben dem Freisener Naturwildpark beginnt eine kleine Zeitreise in den "Wilden Westen". Bereits zum zweiten Mal fand am Wochenende das Indianer- und Trapperlager statt. "Wir sind originaler als das Original", sagt Mc Tie schmunzelnd. Diesen Namen hat der Waldläufer, ein so genannter Coureur des bois, von den Schotten bekommen. Er erzählt begeistert von dem Leben im Norden Amerikas, nahe der Grenze zu Kanada, und dem Handel mit den Indianern. Dann lädt er die Besucher ein, sein Prunkzelt zu erkunden. Dieses brauchte er, um bei den Indianern "etwas daherzumachen". Nebenan haben Texas Rangers ihre Lager aufgebaut: mit kleiner Feuerstelle, Öllampe, Brennholz und Gewehren. Wer sich weniger für Schießeisen interessiert, kann sich stattdessen den Umgang mit Pfeil und Bogen erklären lassen oder die Werkzeuge kennen lernen, mit denen die nordamerikanischen Trapper früher zur Jagd gingen.Das Leben der Siedler Unter den vielen Hobbyisten, die mit Leidenschaft das historische Leben der Siedler in Amerika verkörpern, dürfen Indianer natürlich nicht fehlen. In bunten Trachten zeigen die "Buffalo Chips Dancers" indianische Tänze, darunter auch so genannte Grastänze und typische Männertänze. Mit dabei ist auch ein echter Indianer: Tdom Bah Toden Xkee, auch "The Flute Keeper" genannt, vom Stamm der Kiowa. Seine Musik wurde unter anderem in Filmen wie "Der letzte Mohikaner" eingesetzt. Er erzählt, dass er solche Events mag und das nicht nur, weil er davon lebt, sondern auch, weil er die Freude bei den Menschen sieht. Besucher, die Englisch sprechen, konnten von ihm interessante Geschichten hören. Zum Beispiel, dass das Handeln zwischen den indianischen Stämmen oft eine spontane Sache war oder als "Dating Service" benutzt wurde, um Frauen aus dem einen Stamm mit Männern aus einem anderen Stamm zu verkuppeln. Mit einem Schmunzeln stellt "The Flute Keeper" fest, dass die Deutschen mehr über Indianer geschrieben haben als alle anderen. "Geh' nach Deutschland, um zu lernen, wie ein Indianer ist", hat er einem Bekannten augenzwinkernd geraten. Am Samstagabend kehrt Lagerfeuerromantik in dem Camp ein. Vor den Tipis steigen kleine Rauchschwaden von den Feuerstellen auf und es erklingt stimmungsvolle Countrymusik. Die kommt von der Band "Wanted Man", die auf einer aus Holz gezimmerten Bühne steht und das Publikum unterhält. Wer mit offenen Augen durch das Indianer- und Trapperlager spaziert ist und das Gespräch mit den Hobbyisten gesucht hat, der konnte viel lernen über das wahre Leben der Indianer und Trapper - fernab der Hollywoodfantasie. Kinder konnten die indianische Kultur in Workshops wie "Gesichtsbemalung" oder "Perlenarmband" kennen lernen.

Auf einen BlickDer Naturwildpark Freisen feiert in diesem Jahr seinen zehnjährigen Geburtstag. Das Fest zu Ehren dieses Jubiläums findet zusammen mit dem traditionellen Kinderfest am 19. Juli statt. Am 1. und 2. August übernehmen dann die Ritter beim 9. Mittelaltermarkt das Kommando. evy