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Volleyball
Da ist sogar die Trainerin perplex

 Brigitte Schumacher.   Foto: Heiko Lehmann
Brigitte Schumacher. Foto: Heiko Lehmann FOTO: Heiko Lehmann
Freisen. Volleyball: SSC Freisen feiert klaren 3:0-Erfolg beim TSV GA Stuttgart. Von Frank Faber

Welch ein Jubel in der Vaihinger Sporthalle! Die Drittliga-Volleyballerinnen des SSC Freisen rissen die Arme in die Höhe und spreizten symbolisch drei Finger. Beim TVG GA Stuttgart feierten sie am Samstag den dritten 3:0-Auswärtserfolg (25:18, 25:23, 25:23) in Folge. Darüber war sogar Trainerin Brigitte Schumacher perplex. „An einen glatten Erfolg in drei Sätzen hätte ich nie gedacht“, gestand sie. Den Ball spielte Schumacher schnell weiter an ihre Akteurinnen. „Die Konzentration innerhalb der Mannschaft war sehr gut und wir haben die Fehler von Stuttgart ausgenutzt.“


Die Rolle der verletzten Mittelblockerin Laura Bur hatte die Trainerin Noreen Geenen übertragen. „Das hat gepasst“, fand Schumacher.

Mit einem guten Aufschlagspiel setzte der SSC den Tabellenzehnten sofort unter Druck und gewann den ersten Satz deutlich mit 25:18. Danach wurde es enger für den SSC, der allerdings im zweiten Satz die wichtigen Punkte für sich verbuchen konnte. Mit 25:23 holten sich die Freisenerinnen den zweiten Durchgang. Im dritten Satz zitterten den Mädels die Finger und Schumacher bibberte am Seitenrand. „Wir haben teilweise nicht gut und geordnet zusammengearbeitet“, haderte sie. Und vor allen Dingen flogen zu viele Angaben ins Netz oder verfehlten das Spielfeld. Der SSC blieb dennoch immer in Führung und schnappte sich Satz drei mit 25:23. Die Spielerinnen jubelten und Schumacher musste erst einmal kräftig durchpusten. „Es war knapp. Wir hatten 15 Fehler drin, sonst wäre der Satz noch deutlicher an uns gegangen. Jetzt können wir Fastnacht feiern“, meinte sie.



Mit dem dritten Auswärtssieg am Stück vergrößerte Liga-Neuling Freisen den Abstand auf die Abstiegsränge und weist nun acht Zähler mehr als der Drittletzte Villingen auf. Fünf Spieltage vor Saisonschluss hat der Tabellenfünfte sein Konto auf 23 Punkte aufgestockt. „Wir müssen noch einen Sieg einfahren, dann sind wir in der kommenden Spielzeit definitiv weiterhin ein Drittligist“, sagte die Trainerin.

Den Zielstrich will der SSC am nächsten Samstag, 18.30 Uhr, in der heimischen Bruchwaldhalle überqueren. Gegner ist dann kein Geringerer als der Liga-Zweite SV Sinsheim. Beim 0:3 im Hinspiel hat der SSC noch Lehrgeld zahlen müssen.