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Fußball
Glas behält in Freisen den Durchblick

Getümmel vor dem Tor des SV Bliesmengen-Bolchen: Bliesmengens Nico Valentini (22) versucht, gegen Freisens Marek Glas zu klären. Michel Campos geht derweil in Deckung. Glas bereitete den Ausgleich vor und traf dann in der letzten Minute zum 2:1.
Getümmel vor dem Tor des SV Bliesmengen-Bolchen: Bliesmengens Nico Valentini (22) versucht, gegen Freisens Marek Glas zu klären. Michel Campos geht derweil in Deckung. Glas bereitete den Ausgleich vor und traf dann in der letzten Minute zum 2:1. FOTO: B&K / Bonenberger/
Freisen. In der Schlussphase wurden in Freisen und Marpingen die Siegtreffer gefeiert, dagegen jubelten in Hasborn die Gäste aus Thalexweiler. Von Frank Faber

„Wir haben richtig gut gespielt“, schwärmte Christian Schübelin nach dem Abpfiff. Kurz zuvor hatte Fußball-Verbandsligist FC Freisen den Tabellen-Fünften SV Bliesmengen-Bolchen mit 2:1 (0:1) besiegt – mit der besten Saisonleistung, wie der Trainer unterstrich.


Allerdings gerieten die Gastgeber am Samstag zunächst überaus kurios in Rückstand. Nach 34 Minuten fiel ein Befreiungsschlag von Bliesmengens Maximilian Hess aus mehr als 35 Metern über Freisens Schlussmann Philipp Schreier zum 1:0 in den Kasten. „Der hohe Ball war im Nebel bei dem diffusen Flutlicht kaum zu sehen“, sprach Schübelin seinen Torhüter von einer Mitschuld frei. Dem Ausgleichstreffer durch Steven Klos stand vor der Pause nur der Pfosten im Weg. „Nach dem Wechsel haben sich beide Mannschaften zunächst neutralisiert“, erklärte Schübelin, der ab der 70. Minute die Taktik änderte, alles riskierte und in der Abwehr auf eine Dreierkette umstellte.

Das zahlte sich aus: Sieben Minuten vor dem Abpfiff schlug Marek Glas eine präzise Flanke, die Sebastian Schad zum 1:1-Ausgleich verwertete. Und in der letzten Minute zog Glas aus der Distanz ab – und der Ball prallte vom Innenpfosten zum 2:1-Siegtreffer ins Netz. Mit 28 Punkten überwintert Freisen im ersten Tabellendrittel. „Saisonübergreifend haben wir im Fußballjahr 2018 49 Punkte geholt, das ist absolut gut“, resümierte Schübelin.



Hingegen restlos bedient verließ sein Trainerkollege Pascal Bach den Rasen im Hasborner Waldstadion. Sein Team half kräftig mit, dass der Tabellen-Zwölfte SG Thalexweiler-Aschbach einen überraschenden 1:0-Auswärtssieg feiern konnte. Alexander Herz traf in der 87. Minuten. „Wir müssen nur den Ball ins Aus schießen. Mit einem 0:0 wäre alles gut gewesen“, meinte Bach.

Ein Problem, das er bei seinem Team ausgemacht hat: „Wenn wir zwei Spiele gewinnen, kehrt bei den Spielern zu viel Zufriedenheit ein – und damit kann ich nicht umgehen“, ärgerte sich der Übungsleiter. Den Auftritt gegen Thalexweiler bezeichnete er als inakzeptabel, die Niederlage als logische Konsequenz. „Thalexweiler war ein solider Gegner, der einfach mehr Willen hatte als wir“, fand Bach.

Als Tabellenzweiter verabschiedet sich der SVH knapp hinter Spitzenreiter Lebach-Landsweiler (41 Punkte), der Schlusslicht Bostalsee mit 5:2 besiegte, in die Winterpause. „Mit den 40 Punkten sind wir zufrieden. Aus unseren Möglichkeiten haben wir das Maximum rausgeholt“, bilanzierte Bach.

Fünf Zähler hinter Hasborn folgt die SG Marpingen-Urexweiler, die sich im Heimspiel mit 3:1 gegen den Tabellenneunten SV Habach durchsetzte. „Es war lange ein ausgeglichenes Spiel“, berichtete Trainer Oliver Braue. Die Brüder Björn (90.) und Sören Recktenwald (95.) machten spät den Dreier perfekt. In der 63. Minute erzielte Maximilian Recktenwald die 1:0-Führung, die Clemens Baltes mit einem laut Braue fragwürdigen Foulelfmeter ausglich (80.). „Wir sind vorne ein Stück näher rangekommen und gehen mit einem guten Gefühl in die Winterpause“, meinte der Übungsleiter. Überschattet wurde der Sieg allerdings von einer Verletzung: Bereits nach einer halben Stunde musste Abwehrchef Christof Rauber mit einem Schlüsselbeinbruch das Spielfeld verlassen.