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Ausstellung
Ausstellung wandelt auf Raiffeisens Spuren

Baumholder. In Baumholder ist bis 16. Dezember eine Wanderausstellung über den Genossenschaftsgründer zu sehen. Von red

Das Regionalmuseum „Goldener Engel“ in Baumholder öffnet seine Türen für eine Wanderausstellung zu Ehren Friedrich Wilhelm Raiffeisens der Volksbank Hunsrück-Nahe.


Wenn der Genossenschaftsgründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen ein Youtuber wäre, so hätte er eine Community von mehr als 22 Millionen Followern: So viele Menschen sind heute Mitglied einer Genossenschaft. Bei der Volksbank Hunsrück-Nahe sind es rund 24 300. „Diese Zahlen dokumentieren die große gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung Raiffeisens, der Genossenschaften insgesamt, aber auch unserer Volksbank Hunsrück-Nahe“, betont Vorstandsmitglied Erik Gregori. Das Leben und Wirken des Sozialreformers, der am 30. März 200 Jahre alt geworden wäre, würdigt das genossenschaftliche Kreditinstitut erneut mit der bereits in Simmern, Kirchberg, Rhaunen, und Idar-Oberstein gezeigten Ausstellung.

Unter dem Titel „Das Beispiel nützt allen. Raiffeisen, seine Genossenschaften und ihre Ausstrahlung in die Welt“ ist sie vom 26. November bis 16. Dezember in Baumholder zu sehen. Der Eintritt zur Wanderausstellung ist kostenfrei.



„Auch unsere Genossenschaft wurde nach Raiffeisens Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung im 19. Jahrhundert gegründet. Sie ist heute ein modernes Unternehmen, das den heimischen Mittelstand stärkt und mehr als 260 Arbeitsplätze in der Region schafft“, sagt Erik Gregori. Mit dieser Ausstellung wolle die Volksbank Hunsrück-Nahe über den Genossenschaftsgründer und Sozialreformer aus dem Westerwald informieren, der sich damals für bessere Lebens- und Wirtschaftsbedingungen der Menschen auf dem Lande eingesetzt hatte.

 An elf Stationen zeigt die Ausstellung, wie sich die Genossenschaftsidee Raiffeisens nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt verbreitete: Heute haben sich rund um den Globus eine Milliarde Menschen in 900 000 Genossenschaften zusammengeschlossen.

Außerdem nimmt die wissenschaftlich aufbereitete Ausstellung die Besucher mit auf eine Reise durch Raiffeisens Leben. Sie erzählt von seinen Hilfsaktionen für Arme im Westerwald, berichtet über seine ersten Spar- und Darlehnskassenvereine zur Kreditversorgung des ländlichen Raums und informiert über Raffeisens Gründung einer Zentralbank sowie eines Dachverbandes für ländliche Genossenschaften. Viele historische Fotos dokumentieren die Armut der Landbevölkerung im 19. Jahrhundert, zeigen aber auch Persönliches aus Raiffeisens Leben – von Familienbildern bis zu seiner Totenmaske. Angereichert wird die Ausstellung durch verschiedene Exponate aus dem Archiv und Fundus der Bank.

Die Öffnungszeiten der Wanderausstellung über Friedrich Wilhelm Raiffeisen sind: Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 12 Uhr, Mittwoch von 17 bis 19 Uhr und jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr.