| 00:00 Uhr

Saarländische Schützen sortieren sich neu

Freisen. Nachwuchsmangel und Überalterung zwingen den Schützenverband Saar, neue Wege zu gehen. Künftig soll es statt acht nur noch vier Schützenkreise geben. So sollen Kosten gespart und neuer Schwung in die Wettbewerbe gebracht werden. frf

281 Delegierte haben am Samstag in der Freisener Bruchwaldhalle über die neuen Wege des Schützenverbandes Saar (SVS) abgestimmt. Wie SVS-Präsident Walter Wolpert mitteilte, befindet sich der Verband bei der Umsetzung einer neuen saarlandweiten Strukturreform auf der Zielgerade. "Am 7. April werden wir im Vorstand über die Einteilung der Kreise entscheiden", sagte Wolpert. Die derzeit acht Schützenkreise sollen im Oktober auf vier reduziert werden und in den Verbandsgebieten West, Süd, Nord und Ost zusammengelegt werden. Grund für die geplante Reform sind Überalterung und Nachwuchsmangel im Verband sowie fehlende Helfer-Kapazitäten bei Veranstaltungen. Durch die neue Kreiseinteilung wolle man zudem neuen Schwung in die Wettbewerbe bringen. "Schützen, die in ihren Kreisen immer auf dem ersten Platz lagen, bekommen so neue Konkurrenz und müssen sich neu einstellen", sagte Wolpert. Diskutiert wurde von den Schützen vor allem die genaue Einteilung der Vereine in die neuen Kreise. Widerspruch gegen die Einteilung gab es im Schützenkreis Saarlouis. Durch die Neustrukturierung des Verbandsgebietes verringert sich zudem die Zahl der Funktionsträger. Ab dem 1. Oktober dieses Jahres soll der sportliche Betrieb in den dann vier Schützenkreisen bereits aufgenommen werden. "Hiermit sind wir dann viel früher als geplant am Start", erklärte der Verbandschef aus Völklingen. Als Vorteile für die Gebietsstruktur führte er zudem finanzielle Aspekte an. Ein Teil der Kreis-Wettbewerbe falle weg, dadurch lasse sich Geld einsparen. Kürzungen im Jugendbereich werde es aber nicht geben, bestätigte Wolpert.

Zu Streit unter den Schützen führte der Vorschlag des Vorstandes für eine Satzungsänderung. Er sah unter anderem vor, dass lebenslange Ehrenpräsidenten (aktuell Ute Krämer) künftig kein Stimmrecht mehr erhalten und nur noch eine beratende Funktion im Vorstand übernehmen sollten. Der heftig diskutierte Vorschlag wurde am Ende abgelehnt. 155 Delegierte stimmten gegen die Satzungsänderung, nur 122 votierten dafür.