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Fest
Richtfest an der Gemeinschaftsschule

Der Richtstrauß weht auf dem Erweiterungsbau an der Freisener Gemeinschaftsschule. Beim Richtfest war jedoch niemand auf dem Dach. Dafür war das Wetter zu schlecht. Zu Beginn des Schuljahres 2018/19 soll das Gebäude mit einer Bruttofläche von 660 Quadratmetern fertig sein.
Der Richtstrauß weht auf dem Erweiterungsbau an der Freisener Gemeinschaftsschule. Beim Richtfest war jedoch niemand auf dem Dach. Dafür war das Wetter zu schlecht. Zu Beginn des Schuljahres 2018/19 soll das Gebäude mit einer Bruttofläche von 660 Quadratmetern fertig sein. FOTO: Frank Faber
Freisen. Richtfest mit Landrat: Der Rohbau der Freisener Gemeinschaftsschule nimmt Formen an. Bis zum Schuljahr 2018/19 soll alles fertig sein. Von Frank Faber

Auf dem Dach des Erweiterungsbaus an der Gemeinschaftsschule Freisen weht der farbenfroh geschmückte Richtstrauß im nasskalten Wind. Der Rohbau steht. Es ist Zeit für das Richtfest, das vom Bauherrn organisiert und gestiftet wird. Das Ritual kann beginnen, doch weit und breit ist kein Zimmermann, geschweige ein Arbeiter in Berufskleidung zu sehen. Schlechtwetterzeit am Bau, aufs Dach kann bei dem böigen Wind und Regen eh niemand. Dann muss halt der Verwaltungschef des Schulträgers, Landrat Udo Recktenwald (CDU), als Vertreter der Handwerkerzunft einspringen. „Ich habe zwar zwei linke Hände, aber mein schwarzes Sakko sieht nach einem Zimmermann aus“, scherzt Recktenwald, der kleidungsmäßig vorbereitet war, ehe er im Flur des neuen Schulgebäudes in Reimform den Richtspruch vorträgt. „Die Feierstunde hat geschlagen, es ruhet die geübte Hand. Nach harten, arbeitsreichen Tagen grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land“, so der Ersatz-Zimmermann. Ein schönes Werk ist gelungen, stellt er fest, und mit einer fließenden Bewegung leert er das Schnapsglas und wirft es schwungvoll auf den Boden. Scherben bringen Glück.


Am 28. März sind die Bauarbeiten gestartet. „Und wir wollen den Erweiterungsbau bis zum Beginn des Schuljahres 2018/19 fertiggestellt haben. Ich denke, das wird uns auch gelingen“, meint der Landrat. Denn mit dem Erweiterungsbau werde die Gemeinschaftsschule Freisen ihre Unterrichtssituation enorm verbessern. „Vor dem Hintergrund steigender Schülerzahlen wird gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen, mehr Schüler aufzunehmen“, blickt er voraus. Gleichzeitig biete das fertige Gebäude mehr Qualität und steigere den Wohlfühlcharakter der Schule. Der Erweiterungsbau wird an das bestehende Schulgebäude angeschlossen und es entstehen unter anderem sieben neue Klassenräume. „1,4 Millionen Euro sind momentan verbaut worden“, teilt Recktenwald mit. Die Kosten des Erweiterungsbaus belaufen sich insgesamt auf 4,2 Millionen Euro, davon werden eine Million Euro vom Saar-Innenministerium übernommen. Die Bruttogrundfläche beträgt 660 Quadratmeter, die Geschossfläche 1980 Quadratmeter. „Nach der Fertigstellung des Schulgebäudes wird das Umfeld und der Außenbereich entsprechend neu gestaltet“, sagt Recktenwald.

Künftig werde mit der Aufnahme von fünf neuen Klassen am Beginn des Schuljahres gerechnet, dem Raumbedarf werde mit dem Erweiterungsbau nun Rechnung getragen. Man sei seit der Grundsteinlegung Ende Mai ein gutes Stück voran gekommen, so Schulleiter Marc André Müller, denn das Richtfest sei ein wichtiger Tag für die Schulgemeinschaft. Nun können die Innenarbeiten beginnen. „Wir freuen uns schon, das neue Gebäude zu beziehen und im Laufe des kommenden Schuljahres diesen Anlass und auch die Erneuerung unseres Schulhofes mit einem schönen Schulfest würdig zu feiern“, blickt Schulleiter Müller voraus.



Beim Richtspruch: Ersatz-Zimmermann Udo Recktenwald (rechts) mit  Schulleiter Marc André Müller.
Beim Richtspruch: Ersatz-Zimmermann Udo Recktenwald (rechts) mit  Schulleiter Marc André Müller. FOTO: Frank Faber