| 20:10 Uhr

Räuber beherrschen das Freisener Rathaus

Wolfgang Alles eröffnete die Ausstellung. Foto: Grim
Wolfgang Alles eröffnete die Ausstellung. Foto: Grim
Freisen. Wolfgang Alles ist im Thema: "Durch mein Opa-Dasein habe ich hautnahe Verbindung in den Kindergarten hinein", erklärte der Bürgermeister der Gemeinde Freisen im Foyer des Freisener Rathauses. Den Eingangsbereich des Verwaltungssitzes haben derzeit Räuber in Beschlag. Zumindest optisch, denn die Eingangshalle beherbergt noch bis Freitag, 15

Freisen. Wolfgang Alles ist im Thema: "Durch mein Opa-Dasein habe ich hautnahe Verbindung in den Kindergarten hinein", erklärte der Bürgermeister der Gemeinde Freisen im Foyer des Freisener Rathauses. Den Eingangsbereich des Verwaltungssitzes haben derzeit Räuber in Beschlag. Zumindest optisch, denn die Eingangshalle beherbergt noch bis Freitag, 15. Mai, eine Ausstellung der "Räuberhöhle". So heißt der kommunale Kindergarten im Ortsteil Schwarzerden. Und anhand bebilderter Schautafeln wollen die Erzieherinnen rund um Elke Seibert den Ausstellungsbesuchern aus dem alltäglichen Leben in der Einrichtung erzählen. "Was hast du heute im Kindergarten gemacht", fragt nicht nur Opa Alles sein Enkelchen, wenn dieses aus dem Kindergarten nach Hause kommt. Auch die Schautafeln im Rathaus sind unter diesem Motto ausgestellt. Wer sich die Fotos und die dazugehörigen Texte ansieht, dem wird augenscheinlich, dass gute Laune in der Räuberhöhle, in der sich Krümelmonster, Tigerenten und Nüsschen (Peanuts) tummeln, Trumpf ist. Die Fotos zeigen Kinder, die, egal ob sie sich als Ritter verkleiden, gemeinsam kochen oder im Wald Blätter sammeln, begeistert bei der Sache sind. "Die Bilder für die Ausstellung sind nicht gestellt oder nachgemacht, sondern dokumentieren unseren normalen Kindergarten-Alltag", erklärt Elke Seibert, die Leiterin des Kindergartens. Dessen Betreuungskonzept fußt auf dem Saarländischen Kinderbetreuungs- und -bildungsgesetz. "Und wir wollten zeigen, wie das Bildungsprojekt in der Realität aussieht", sagt Seibert. "Die Ausstellung ist klasse. Da haben sie sich richtig viel Mühe gemacht", lobt Astrid Krämer die Galerie. "Ich bin echt begeistert und ehrlich gesagt auch ein bisschen überrascht, was die da so alles machen. Man weiß es zwar, denn die Kinder erzählen ja viel. Aber wenn man es dann auf Fotos sieht, ist das noch mal etwas anderes." Ihr Sohn André ist in der Schwarzerdener Peanuts-Gruppe, "und er geht jeden Tag richtig gerne in den Kindergarten. Ein ich will heute nicht, das gibt es bei ihm eigentlich nie". Für sie sei auch dies ein Qualitätsmerkmal des Schwarzerdener Kindergartens. "Wir haben mit den beiden kommunalen Kindergarten in Freisen und Schwarzerden sowie dem Katholischen in Oberkirchen drei sehr gute Einrichtungen in der Gemeinde", sagt Bürgermeister Wolfgang Alles, für den auch die generationenübergreifende Zusammenarbeit einen hohen Stellenwert hat. Deshalb wird in den Kindergärten nicht nur die Zahl der angebotenen Krippeplätze ausgeweitet, in Freisen und Schwarzerden entstehen auch so genannte "Begegnungsstätten für Jung und Alt". tog